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Gladbach vor Aufstieg - dicke Luft in Köln

München - Borussia Mönchengladbach ist so gut wie durch. Mit dem eindrucksvollen 3:0 im Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth machte der Spitzenreiter einen großen Schritt auf dem direkten Weg zurück ins Fußball-Oberhaus, doch Champagner floss im Borussenpark noch nicht.

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«Wir haben noch nicht den Aufstieg, aber eine sehr gute Ausgangsposition», sagte Trainer Jos Luhukay und nahm sein Erfolgsteam für das Gastspiel in Jena in die Pflicht: « Wir wollen den Druck weiter hochhalten. Wir heben nicht ab und werden auch nicht überheblich.»

Borussia Mönchengladbach - SpVgg Greuther Fürth

Foto: dpa Bild vergrößern

Marko Marin (l) und Oliver Neuville von Mönchengladbach jubeln über Marins zweiten Treffer zum 3:0.

Mit dem vierten Heimsieg in Serie hielt Gladbach 1899 Hoffenheim auf Distanz. Beim 1:2 gegen Alemannia Aachen verlor der Aufsteiger erstmals in diesem Jahr. Der SC Freiburg wahrte mit dem 2:0 gegen Carl Zeiss Jena seine Aufstiegschance und schloss zu Mainz 05 auf. Der FSV hatte mit dem 1:2 am Freitag in Augsburg Platz drei an den 1. FC Köln verloren, der beim 2:2 bei Schlusslicht SC Paderborn ebenfalls enttäuschte.

Mit 55 Punkten kann Gladbach für die erste Liga planen, während Fürth im Rennen um Platz drei Boden einbüßte. In dem temporeichen Spiel trafen Marko Marin (5./56.) und Nationalspieler Oliver Neuville (50.) für die seit acht Spielen ungeschlagenen Borussen.

Mit 50 Zählern behauptete Hoffenheim den zweiten Tabellenplatz, doch der Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga ist noch längst nicht perfekt. «Wir müssen aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen», forderte 1899-Coach Ralf Rangnick für das Spiel bei St. Pauli. Aachens Szilard Nemeth (48.) und Marius Ebbers (56.) besiegelten die erste Heimpleite des Provinzclubs seit fast fünf Monaten. «Wir haben zu wenig Druck aufgebaut und zu viele Angriffe des Gegners zugelassen haben», kritisierte Rangnick.

Eine Woche nach dem 0:5 bei St. Pauli wahrte Freiburg mit dem dritten Heimsieg in Serie seine Aufstiegschance. «Wir haben die richtige Reaktion gezeigt», sagte Trainer Robin Dutt. Mohamadou Idrissou (32.) und Heiko Butscher (48.) waren für die zu Hause in der Rückrunde unbesiegten Breisgauer erfolgreich. Ohne Jan Simak erlitt Jena nach zuletzt drei Siegen einen Rückschlag im Abstiegskampf.

Dagegen feierte Kickers Offenbach mit dem 2:0 gegen 1860 München dank der Tore von Fabian Johnson (30./Eigentor) und Suat Türker (56.) einen wichtigen Sieg, während die seit neun Spielen sieglosen «Löwen» der Abstiegszone entgegen taumeln. Bereits am Freitag hatten neben Augsburg auch Osnabrück (2:0 gegen Koblenz) und St. Pauli (3:1 in Wehen) wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenverbleib gesammelt.

Dem 1. FC Kaiserslautern droht zehn Jahre nach dem letzten deutschen Meistertitel der Absturz in die Drittklassigkeit, doch der neue Vorstandschef Stefan Kuntz gibt die Hoffnung nicht auf. «Rein rechnerisch ist alles noch möglich, aber wir planen für beide Fälle», sagte der Ex-Nationalspieler nach der Nullnummer am Freitag in Aue. Die «Veilchen» haben sich dagegen so gut wie aufgegeben. «Uns hilft nur noch ein Wunder», meinte Präsident Uwe Leonhardt.

Der 1. FC Köln steht zwar wieder auf einem Aufstiegsplatz, dennoch herrscht bei den «Geißböcken» dicke Luft. «Aus dieser Leistung kann man keine Hoffnung schöpfen», sagte Manager Michael Meier, und Vize-Präsident Jürgen Glowacz kritisierte nach dem 2:2 in Paderborn offen die Aufstellung von Trainer Christoph Daum: «Mit dieser Taktik geht es nicht». Kölns Top-Torjäger Milivoje Novakovic und Patrick Helmes litten darunter, dass der etatmäßige Abwehrspieler Kevin McKenna erneut im Angriff stand. «Nova hat zu wenig Platz, Helmes ist als Rechtsaußen verschenkt», wetterte Glowacz.

dpa

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