Dienstag, 15. April 2008 / 12:37 Uhr
Madrid - Mit einem Sieg im spanischen Pokalfinale wollen der FC Valencia und Torwart Timo Hildebrand Wiedergutmachung für eine verkorkste Saison leisten.
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Das Team des deutschen Nationalkeepers trifft im Endspiel der «Copa del Rey» (Königspokal) im Madrider Calderón-Stadion auf den FC Getafe. Der Madrider Vorstadtclub sucht im Pokal einen Trost für das unglückliche Ausscheiden aus dem UEFA-Cup vor einer Woche gegen den FC Bayern München.
«Das Finale ist die Chance, das Ruder jetzt endlich herumzuwerfen», sagte Hildebrand dem Fachmagazin «kicker». Ein Pokalsieg würde die Saison zwar nicht mehr retten. «Aber er wird die Schmerzen der Fans ein klein wenig lindern können.» Im Falle eines Pokalerfolgs täte der Ex-Stuttgarter es seinem früheren Teamkameraden Andreas Hinkel nach. Der Verteidiger war vor einem Jahr mit dem FC Sevilla spanischer Pokalsieger geworden. Allerdings kam Hinkel im Finale - damals ebenfalls gegen den FC Getafe - nicht zum Einsatz. Er wechselte später zu Celtic Glasgow.
Beim FC Valencia dürfte das Pokalfinale auch über die Zukunft von Trainer Ronald Koeman entscheiden. Im Falle einer Niederlage gilt eine Entlassung des Niederländers als sicher. Aber auch bei einem Sieg wird sein Posten weiter in Gefahr sein. Koeman zeichnet für eine der schwärzesten Serien in der Vereinsgeschichte des FC Valencia verantwortlich. Als er im Herbst 2007 die Nachfolge des entlassenen Quique Sánchez Flores antrat, spielte Valencia noch in der Champions League und hegte in der spanischen Liga Titelambitionen. Nun ist das Hildebrand-Team als Tabellen-15. nur noch fünf Punkte von der Abstiegszone entfernt.
Nationalstürmer David Villa sparte nicht mit Kritik an seinem Trainer: «Koemans Entscheidung, bedeutende Spieler wie David Albelda, Santiago Cañizares oder Miguel Angel Angulo aus dem Kader zu werfen, hat uns geschwächt», sagte der Torjäger. «Die Realität zeigt, dass die Entlassung von Quique ein Fehler war.» Koeman trifft im Finale auf einen alten Bekannten: Getafes Trainer Michael Laudrup hatte in den 90er Jahren zusammen mit dem Niederländer im «Dream Team» des FC Barcelona gespielt.
dpa
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