Mittwoch, 16. April 2008 / 13:08 Uhr
Leipzig - Tore für das Selbstvertrauen und die Europameisterschaft: Kevin Kuranyi und Torsten Frings haben sich mit ihren Toren in den Bundesliga-Spielen gegen Energie Cottbus und Hansa Rostock nachdrücklich zurück ins Rampenlicht und ins Notizbuch von Bundestrainer Joachim Löw geschossen.
anzeige
Gleichzeitig hielten sie ihre Teams von Schalke 04 und Werder Bremen im Rennen um die Champions League und sorgten dafür, dass sich weder Cottbus noch Rostock im Kampf um den Klassenverbleib vorentscheidend absetzen konnten. Oben und unten bleibt es nach dem ersten Teil des 29. Spieltages spannend.
Vier Tore beim 5:0 gegen Cottbus: Kuranyi hätte sich als Held feiern lassen können. Tat er aber nicht. «Heute war der Tag der Mannschaft. Wir haben von Anfang an in Ruhe gespielt, wir haben kombiniert. Jeder hat versucht, Fußball zu spielen», sagte der Nationalspieler. «Natürlich freue ich mich, wenn ich in einem Spiel so viele Tore schieße, aber trotzdem weiß ich, dass ich alles meiner Mannschaft zu verdanken habe», betonte der Schalker. Mit seinen Kollegen hatte er dem Interims-Trainerduo Mike Büskens und Youri Mulder einen Traumeinstand beschert. Dass seine EM-Chancen nach einer Durststrecke in den vergangenen Wochen mit den Treffern in Bremen und nun gegen Cottbus gestiegen sind, hofft Kuranyi. Eine Ausbootung in letzter Minute wie vor der WM 2006 will er mit allen fußballerischen Mitteln verhindern.
Auch Torsten Frings meldete sich beim 2:1 in Rostock mit einer starken Leistung und einem Tor Marke «Sonntagsschuss» zurück. «Ich hole mir das Selbstvertrauen in den Spielen. Ich fühle mich gut und mein Knie macht keine Probleme», sagte Frings, dem eine Innenbandverletzung im rechten Knie in dieser Saison schwer zu schaffen gemacht hatte, und fügte hinzu: «Ich war schon öfter schwer verletzt und bin immer wieder gekommen. So ist es auch jetzt.» Bremens Manager Klaus Allofs befand: «Wenn Torsten gut für Werder spielt, ist es auch gut für Deutschland. Er braucht jetzt jedes Spiel, um seinen Rhythmus zu finden.»
Der bislang härteste Kontrahent von Schalke und Werder im Kampf um die Champions-League-Startplätze, der Hamburger SV, muss sich nach dem 0:0 bei Hertha BSC sogar Sorgen um einen internationalen Startplatz machen. «Bei uns lief es lange Zeit rund. Jetzt haben wir eine Unwucht», kommentierte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer die aktuelle HSV-Verfassung, die in einem verschossen Foulelfmeter von Ivica Olic gipfelte. Trainer Huub Stevens aber zeigte sich bissig: «Denkt Ihr, wir hören jetzt auf zu kämpfen?», fragte der Niederländer.
Den Klassenverbleib fast sicher hat nach dem 1:0 beim VfL Wolfsburg der VfL Bochum. Die «Wölfe» dagegen gaben wieder einmal gegen sogenannte «Kleine» die Punkte ab. Statt UEFA-Cup droht nun wieder das «Graue-Maus-Dasein» im Bundesliga-Niemandsland. Für Cottbus und Rostock jedoch heißt es auch in den kommenden Wochen bis zum Saisonschluss: zittern. Während die Lausitzer ihre schwache Leistung in Gelsenkirchen abhakten, machen sich bei Hansa Verschwörungstheorien breit. «Das war die sechste entscheidende Fehlentscheidung gegen uns», schimpfte Aufsichtsratsvorsitzender Horst Klinkmann und bezog sich auf die Szene, als Werders Siegtorschütze Ivan Klasnic nach dem von Stefan Wächter gehaltenen Elfmeter von Naldo angeblich zu früh in den Strafraum gelaufen war. «Ich kann das nicht mehr hören. Wir müssen einfach mehr machen, noch mehr arbeiten und nicht nur darüber reden», konterte Wächter.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Andi Möller: Der Basler, der ist eh doof.
Kommentar schreiben