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Elfenbeinküste schickt Stielike weg

Stuttgart - Die Dienste des deutschen Trainers Ulli Stielike sind in der Elfenbeinküste nicht mehr erwünscht. Der Fußballverband des westafrikanischen Staates hat den ausgelaufenen Vertrag mit dem Vize-Weltmeister von 1982 und Europameister von 1980 nicht verlängert.

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«Ich habe gestern Abend eine E-Mail vom Verband bekommen, wo man mir das mitgeteilt hat», bestätigte der 53-Jährige der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Ich habe wohl den Präsidenten nicht genügend gebauchpinselt. Im Kreise der Mannschaft habe ich mich immer wohlgefühlt. Die Spieler haben mir auch signalisiert, dass sie gerne mit mir weitergemacht hätten.»

Arbeitslos

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Uli Stielike ist nicht mehr Trainer der Elfenbeinküste.

Der Umgang mit den Funktionären um Jacques Anouma sei hingegen schwierig gewesen. «Während des Spiels gegen Tunesien in Paris wurde anscheinend hinter meinem Rücken mit dem Franzosen Jean Tigana verhandelt», sagte Stielike. Gerne hätte er die Mannschaft um Superstar Didier Drogba vom FC Chelsea noch zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika geführt.

Das Ende der seit September 2006 laufenden Zusammenarbeit zwischen Stielike und den Ivorern hatte sich abgezeichnet. Der frühere Profi von Waldhof Mannheim, Borussia Mönchengladbach und Real Madrid war Anfang des Jahres aus Abidjan abgereist, weil sein 23- jähriger Sohn mit einer lebensbedrohlichen Lungenerkrankung in Hannover im Krankenhaus lag. Die Hoffnung auf ein Spenderorgan erfüllte sich nicht mehr: Michael Stielike starb am 1. Februar.

In Afrika hieß es derweil, Stielike sei zurückgetreten, was dieser dementierte. Der langjährige Nachwuchscoach des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) entschied damals jedoch, die Elfenbeinküste nicht beim Afrikacup in Ghana zu betreuen. Dort wurde das vom Franzosen Gerard Gili betreute Team mit den Bundesliga-Spielern Boubacar Sanogo (Werder Bremen) und Arthur Boika (VfB Stuttgart) nur Vierter. Gili soll nach Informationen Stielikes nun das Olympia-Team der Afrikaner übernehmen.

«Ich hatte in den vergangenen drei, vier Wochen keinen Kontakt mehr zum Verbandspräsidenten», sagte Stielike und zeigte sich wenig überrascht von der Entscheidung seines Arbeitgebers, obwohl er Anfang März seine Arbeit beim WM-Teilnehmer von 2006 wieder aufgenommen hatte. Trotz des unschönen Endes bezeichnete er die eineinhalb Jahre mit der Auswahl der Elfenbeinküste als eine gute Zeit: «Die Qualität der Mannschaft und die Lebensfreude der Menschen, das ist das, was haften bleiben wird.»

Der in Birkenau/Hessen lebende Stielike hofft nun auf Angebote aus der Branche. «Ich bin für alles offen», sagte er. «Den Feuerwehrmann möchte ich allerdings nicht spielen. Und Priorität hat der spanische Markt. Der deutsche Fußball kann allerdings auch ein Thema werden.»

dpa

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