Freitag, 18. April 2008 / 11:03 Uhr
Frankfurt/Main - Die erfolgsverwöhnten Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt wollen sich ihr Jubiläum nicht von einem Außenseiter verderben lassen.
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Zum zehnten Mal in Serie steht das Starensemble vom Main im Berliner Olympiastadion im DFB-Pokalfinale und ist als «Dauerbrenner» gegen den Final-Debütanten 1. FC Saarbrücken klarer Favorit. «Wir wollen den Pott», betonte Tina Wunderlich ohne Umschweife. Die 30 Jahre alte Mannschaftsführerin will dabei auch unbedingt ihren persönlichen Rekord verbessern: Als einzige stand die Abwehrspielerin in allen bisherigen neun Endspielen ihres Clubs von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz.
Sechs Meisterschaften, sechs Pokalsiege, zwei Erfolge im UEFA-Cup: Die Titelsammlung des 1998 gegründeten 1. FFC Frankfurt im letzten Jahrzehnt ist der des FC Bayern München ebenbürtig und kann für einen Final-Neuling wie den 1. FC Saarbrücken furchteinflößend sein. Der Erfolgshunger der Mannschaft um die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz ist noch lange nicht gestillt. Der Pokalsieg soll für den FFC der Start für ein «Finale furioso» sein: Neben der Titelverteidigung in der Bundesliga streben die Hessinnen auch im UEFA-Pokal gegen den schwedischen Meister Umea IK am 17. und 24. Mai den Sieg an, um damit das zweite «Triple» nach 2002 zu verwirklichen. Erst dann soll sich der Einsatz auch finanziell für sie auszahlen. «Für den Pokal gibt es nur eine kleine Prämie», sagte Manager Siegfried Dietrich.
Von solchen Erfolgen können die FCS-Spielerinnen nur träumen, die sich in der Bundesliga zum Aushängeschild des saarländischen Fußballs gemausert haben. «Wir müssen Frankfurt so lange wie möglich von unserem Tor fernhalten», verriet FCS-Coach Guido Mey seine taktische Ausrichtung. Er traut seinem jungen Team um U 20-Nationalspielerin Nadine Keßler die Sensation zu. «Wir wollen lange mithalten, damit unsere Moral keinen Schaden nimmt.» Doch der Debütantenball der Saarbrückerinnen könnte auch schnell zum Alptraum werden. Mey aber glaubt, beim FFC Schwächen in der Abwehr ausgemacht zu haben.
«Wir sind meistens Favorit. Damit können wir umgehen», sagte FFC- Weltmeisterin Kerstin Garefrekes. Sie fordert, die Konzentration hoch zu halten, um eine böse Überraschung zu vermeiden. Trainer Hans- Jürgen Tritschoks spürt die Motivation im Training. «Alle arbeiten professionell. Alle wollen wieder den Pokal», stellte der Dozent an der Kölner Sporthochschule fest. In seinem Team ist allein Saskia Bartusiaks Einsatz fraglich. «Das Ergebnis ist egal, nur der Sieg zählt», betonte Garefrekes ungeachtet der allgemein hohen Erwartungshaltung. «Gefeiert wird in jedem Fall», versprach Dietrich.
dpa
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