Donnerstag, 17. April 2008 / 18:09 Uhr
Frankfurt/Main - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat im Lizenzierungsverfahren keine blauen Briefe verschickt, doch einige Vereine müssen weiter um die Spielgenehmigung für die Saison 2008/09 bangen.
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Die DFL-Geschäftsführung verweigerte im ersten Anlauf zwar keinem der 36 Profivereine und 19 Regionalligisten, die sich mehrheitlich für die neue 3. Liga beworben haben, die Lizenz. Einzelnen Clubs, zu denen die Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und TuS Koblenz gehören, wurden aber Bedingungen erteilt. Diese betreffen nicht ausschließlich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und müssen bis Anfang Juni erfüllt werden, teilte die DFL mit.
Die Erfüllung der Bedingungen wird der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes feststellen. Sie ist Voraussetzung für die endgültige Erteilung der Spielberechtigung für die nächste Saison, die am 4. Juni erfolgen soll. «Wir sehen insgesamt eine erfreuliche Entwicklung und eine weitere Professionalisierung bei den Bewerbern. Insbesondere die positive wirtschaftliche Situation des Lizenzfußballs hält an. Allerdings freuen wir uns auch über erhebliche Fortschritte etwa bei den Nachwuchs-Leistungszentren oder bei der Ausstattung der Stadien», erklärte Christian Müller, DFL-Geschäftsführer Finanzen.
Einer Vielzahl von Vereinen erteilte die DFL Auflagen hinsichtlich der verschiedenen Lizenzierungskriterien, deren Einhaltung sie vor Beginn der neuen Spielzeit nachweisen müssen. Im Herbst wird die DFL im Rahmen der Lizenzierungsnachschau prüfen, ob die betroffenen Vereine ihre Auflagen erfüllt haben.
Der positive Zwischenbescheid kommt nicht überraschend, hatten doch in der Saison 2006/07 alle 18 Bundesligisten und 12 Vereine aus der 2. Bundesliga schwarze Zahlen geschrieben. «Die meisten Clubs befinden sich in einem sehr ausgewogenen Investitionsmodus», lobte Müller. Im Vorjahr hatten alle Bewerber die Lizenz erhalten.
Nicht unerwartet kommt auch, dass die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Zweitligisten Kaiserslautern und Koblenz nachbessern müssen. Die vom Abstieg bedrohten Pfälzer sehen die zu führenden Nachweise als erfüllbar an, hieß es in einer Pressemitteilung des Tabellen-15. Koblenz muss der DFL bis zum Stichtag weitere Unterlagen zukommen lassen. Welcher Art die von der DFL-Geschäftsführung gestellten Bedingungen sind, gaben beide Vereine nicht bekannt.
Im Lizenzierungsverfahren, das in Europa als vorbildlich gilt, überprüft die DFL die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine und Kapitalgesellschaften sowie infrastrukturelle, medientechnische, rechtliche, personell-administrative und sportliche Kriterien. Insgesamt hatten sich 57 Vereine und Kapitalgesellschaften aus der Bundesliga, 2. Bundesliga und den Regionalligen um eine Spielberechtigung beworben.
dpa
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