Samstag, 19. April 2008 / 23:37 Uhr
Berlin - Luca Toni hat ein neues Lieblings-Stadion und der FC Bayern den ersten von drei angestrebten Titeln in dieser Saison. Mit seinen Pflichtspiel-Toren Nummer 34 und 35 der laufenden Spielzeit brachte der Italiener die Münchner in die Erfolgsspur Richtung DFB-Pokalsieg.
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Glänzend von Mark van Bommel und Franck Ribéry vorbereitet stand der Torjäger beim 1:0 in der 11. Minute gegen Borussia Dortmund genau dort, wo ein Torjäger stehen muss. Beim Siegtreffer zum 2:1 in der Verlängerung zeigte er große technische Raffinesse.
Schon zum 23. Mal war Toni an einem 1:0 der Bayern beteiligt. Im vierten Spiel in Serie gelang ihm ein Tore-Doppelpack. «Er ist ein Knipser, ein Torjäger, typischer geht es fast nicht mehr», hatte Oliver Kahn die Bayern-«Tor-Maschine» schon vor dem Finale gelobt. Am 9. Juli 2006 war Toni in Berlin mit der «Squadra Azzurra» schon Weltmeister geworden.
«Jetzt kommen die Spiele, in denen es doppelt zählt», hatte Toni selbst auf die steigende Bedeutung seiner fast unheimlichen Treffer-Serie in seinem neuen Club hingewiesen. 20 Tore in der Bundesliga, zuletzt die Doppelpacks mit steter Regelmäßigkeit, eine Quote von 0,85 Treffern pro Pflichtspiel - die elf Millionen Euro Ablöse für den italienischen Nationalstürmer sind für die Bayern bestens angelegtes Geld. Vor allem auch dank Toni ist der Gewinn der 21. deutschen Meisterschaft fünf Spieltage vor Saisonende praktisch nur noch Formsache, im UEFA-Cup wartet nach zehn Toni-Toren das Halbfinale. «Es ist unglaublich, welche Mentalität er hat», hatte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld erklärt.
Im WM-Finale im Sommer 2006 im Olympiastadion hatte Toni zwar nicht getroffen, beim 5:3 im Elfmeter-Duell durfte er auch nicht ran - aber mit dem Sieg gegen Frankreich und seinen jetzigen Bayern- Kollegen Franck Ribéry feierte der 30-Jährige seinen bisher größten Triumph. Nun folgte der zweite - wenn auch kleinere - in Berlin. Bis 2011 ist Toni an den FC Bayern gebundenen - und er will noch viele Titel gewinnen, egal in welchem Stadion.
dpa
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