Sonntag, 20. April 2008 / 10:26 Uhr
Leipzig - Das Spitzenspiel der Regionalliga Süd hat für eine erste Vorentscheidung im Aufstiegskampf gesorgt: Während der FC Ingolstadt 04 nach einem klaren 3:0 in Sandhausen wieder die Tabellenspitze übernahm, sind die Aufstiegschancen der Gastgeber in weite Ferne gerückt.
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Der VfR Aalen kam unterdessen gegen die Spielvereinigung Unterhaching nicht über ein torloses Remis hinaus. Damit musste das Team von Trainer Edgar Schmitt die Spitzenposition wieder abgeben und ist nun punktgleich mit dem drittplatzierten FSV Frankfurt, der beim SSV Reutlingen mit 1:0 gewann.
«Wir sind stark, wir wollen Erster werden», sagte Ingolstadts Trainer Thorsten Fink überzeugt und motiviert. Trotzdem war er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht vollständig zufrieden. «Die erste Halbzeit hat mir nicht so gut gefallen. Dann kam aber das 2:0 zur richtigen Zeit», sagte er. Der zweifache Torschütze Steffen Wohlfahrt kommentierte: «Leicht gefallen ist es uns nicht. Es war schwer, das zweite Tor zu machen und wir hatten Glück, dass wir in der ersten Halbzeit nicht den Ausgleich bekommen haben.»
Das lange Zeit als chancenreicher Aufstiegsanwärter gehandelte Sandhausen steht nach der Niederlage auf dem fünften Tabellenplatz. «Das Ziel ist es jetzt, ganz schnell die 50 Punkte für die 3. Liga zusammen zu bekommen. Der Aufstieg war für uns nie ein Thema», kommentierte Trainer Gerd Dais die schlechte Bilanz von nur zwei Siegen in diesem Jahr. Er bedauerte jedoch das frühe Gegentor. In der ersten Halbzeit habe Sandhausen trotzdem das beste Heimspiel 2008 gemacht.
In Aalen ärgerte sich Edgar Schmitt über eine Abseitsentscheidung des Schiedsrichters. Das nicht gezählte Tor hätte für Aalen den Sieg und damit die Tabellenführung bedeutet. Zudem wurde Michael Stickel in der 78. Minute wegen wiederholten Foulspiels vom Platz gestellt. «Die Rote Karte ist bedauerlich, aber unterm Strich war das Spiel okay. Beide Mannschaften waren noch müde vom Spiel am Dienstag», sagte er. Einen ganz anderen Eindruck hatte Ralph Hasenhüttl. «Es war ein temporeiches Spiel auf gutem Niveau. Gleichzeitig aber auch ein typisches Spiel zweier offensivstarker Mannschaften, die beide gewinnen wollten», fasste der Unterhachinger Coach zusammen und betonte: «Unsere Leistung war besser als das Ergebnis.»
Beim Spiel Reutlingen gegen Frankfurt war ein von FSV-Torhüter Patric Klandt gehaltener Handelfmeter des SSV-Akteurs Christian Haas spielentscheidend. «Es ist schade. Mit dem Elfmeter wäre ein Punkt drin gewesen», bedauerte der Reutlinger Fußball-Lehrer Peter Starzmann. Sein Frankfurter Kollege Thomas Oral hielt den Strafstoß dagegen für nicht gerechtfertigt. «Den Elfer hat nur einer gesehen - der Schiedsrichter. Aber den hat mein Torwart zum Glück gehalten.»
dpa
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