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Huub Stevens erbt bei Eindhoven den Meistertitel

Den Haag - Noch-HSV-Coach Huub Stevens kann zuversichtlich in die Zukunft schauen. Sein künftiger Verein PSV Eindhoven hat zum vierten Mal in Serie die niederländische Fußball-Ehrendivision als Klassenbester beendet.

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Stevens erbt damit nicht nur den Meistertitel, auf den der PSV inzwischen ein Abonnement zu haben scheint, sondern auch die direkte Champions-League-Teilnahme, die sein aktueller Club Hamburger SV gerade zu verspielen droht. Zumindest finanziell muss sich der vom Philips-Konzern gesponserte Spitzenclub aus Eindhoven also keine Sorgen machen.

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Die PSV-Spieler jubeln über den Titel.

Sieben Mal in den vergangenen zehn Jahren haben sich die Rot- Weißen den Titel geholt, am Sonntag reichte ein 1:0 gegen Vitesse Arnheim. Eine Schmach für Rekordmeister Ajax Amsterdam, der wie schon in der vorigen Saison am letzten Spieltag das Nachsehen hatte. Der Rückstand, den Ajax in der Vorrunde nicht zuletzt als Folge interner Fehden hatte entstehen lassen, erwies sich als zu groß. Trotz eines glatten 5:1-Sieges über Heracles Almelo blieb die Möglichkeit, den PSV noch zu überholen, eine theoretische. Frust machte sich breit, als die Nachricht vom PSV-Führungstor Ajax erreichte. «Da hat uns der Mut verlassen», gestand Interims-Trainer Adrie Koster ein. In der kommenden Saison soll Nationaltrainer Marco van Basten den Kurs des Amsterdamer Traditionsclubs wieder in Richtung Meisterschaft setzen.

Genau dies wird auch von Stevens in Eindhoven erwartet. Doch ein Spaziergang wird es nicht werden, sagt zumindest das niederländische Fußball-Idol Johan Cruyff voraus. Zwar sei der PSV «zurecht» Meister geworden, doch die Art und Weise, wie die Rot-Weißen das geschafft haben, stimme nachdenklich, schrieb Cruyff im «Telegraaf». Spitz wies der Ajax-Freund darauf hin, dass die Eindhovener in der gesamten Saison ganze 65 Mal zwischen die Pfosten getroffen haben. «Anti-Fußball» schallte es am Sonntag auch von den Rängen in Arnheim.

Bei Punktgleichheit am Saisonende hätte Ajax die Konkurrenten lässig durch das bessere Torverhältnis auf Rang zwei verwiesen. Die Amsterdamer um Torschützenkönig Klaas Jan Huntelaar (33 Treffer) trafen immerhin 94 Mal ins gegnerische Netz. Eindhovens Torhüter Heurelho Gomes, der bei nur 24 Gegentreffern sein Gehäuse so sauber hielt wie keiner seiner Kollegen in der Ehrendivision, lässt dies kalt: «Ständig wird gesagt, Ajax spiele besser Fußball als wir. Nach meiner Meinung ist derjenige der beste, der an der Spitze steht.» Wie eine Mahnung für Stevens klingt dagegen die Diagnose, die Cruyff mit der ihm eigenen Weisheit so formuliert: «Im Nachhinein ist alles gut, aber in Zukunft muss es unbedingt besser werden.»

dpa

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