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Blatter mit hohen Erwartungen an Frauen-WM

Stuttgart - Der Frauenfußball soll sich nach der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland «wie ein Silvesterfeuerwerk» auf dem Erdball verbreiten. Dies erwartet Joseph Blatter, der Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA).

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«Im gesamten europäischen Raum und weltweit wird sich mit dieser WM viel bewegen», sagte der Schweizer auf der Internetseite des Deutschen Fußball- Bundes. Blatter hat nach der erfolgreichen Männer-WM 2006 «große Hoffnungen und hohe Erwartungen» an die Titelkämpfe: «Es soll wieder ein Märchen werden. Und diesmal ein noch schöneres, weil Frauen die Hauptrolle spielen.»

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Foto: dpa Bild vergrößern

DFB-Präsident Zwanziger (l) und FIFA-Chaf Blatter präsentieren den Ausrichter der Frauen-WM.

Ex-Nationalspielerin Steffi Jones, die Präsidentin des Organisationskomitees, hatte jedoch kürzlich betont: «Wir wollen und können uns nicht mit 2006 vergleichen. Aber die WM 2011 wird ihre eigene Geschichte schreiben.»

Blatter verweist in dem Interview auf ein früheres Zitat von ihm: «Die Zukunft des Fußballs ist weiblich» und forderte: «Die Spielerinnen müssen die WM zu einer Attraktion machen und für Stimmung sorgen mit ihrer ganz eigenen Spielart. Das ist eine Kombination aus Eleganz, Feinsinn und Kreativität - und nicht soviel Tackling wie im Männerfußball.»

Der 72-Jährige erwartet, dass künftig in jedem Land ein Meisterschaftsbetrieb organisiert wird. 2011 soll dafür die entscheidende Initialzündung sein. «Entscheidend ist dabei, dass die WM-Spiele weltweit gezeigt werden und die Fernsehgesellschaften mitziehen», sagte der FIFA-Chef und verwies darauf, dass die Fernsehverträge für 2011 Bestandteil des gesamten TV-Pakets für die Männer-WM 2014 in Brasilien sind. Er riet den Deutschen, sich beim Kartenverkauf bei den Kanadiern umzuhören: «Die hatten für die Junioren-WM schon 1,1 Millionen Tickets verkauft, bevor das Turnier überhaupt angepfiffen wurde.»

Blatter kritisierte, dass sich der Frauenfußball bisher noch nicht so richtig an Stars orientieren konnte. «Der Frauenfußball benötigt einen Zuwachs an positiver Starkultur, um seinen Stellenwert zu steigern», erklärte er und forderte: «Hierzu müssen die Medien, aber auch die Frauen selbst ihren Teil beitragen.» Als Vorbilder nannte er jedoch unter anderem die Frankfurterin Steffi Jones, Torjägerin Birgit Prinz und und die Brasilianerinnen Marta und Cristiane.

dpa

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