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Barças Hoffnungsträger: Alle Bälle für Messi

Madrid - Eigentlich war Lionel Messi nur einer der «Fantastischen Vier». Allerdings ist der 20-jährige Messi bei Barça der einzige Star, der wirklich glänzt und die Fans begeistert.

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Der argentinische Jungstar hatte beim FC Barcelona mit Ronaldinho, Thierry Henry und Samuel Eto'o ein Angriffsquartett bilden sollen, um das die gesamte Fußballwelt die Katalanen beneidete. Die Vier spielten jedoch in dieser Form praktisch nie zusammen. Ronaldinho manövrierte sich mit seinem Lebenswandel selbst ins Abseits, Henry erwies sich als ein Schatten seiner selbst und Eto'o lief seiner Torgefährlichkeit hinterher.

Lionel «Messias»

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Lionel Messi wurde von Landsmann Maradona selbst zu dessen «Erben» erklärt.

Auf dem nur 1,69 Meter großen Stürmer mit den krummen Beinen und dem strähnigen Haar ruhen nun die Hoffnungen des FC Barcelona. Messi soll der Schlüsselspieler sein, um den herum eine neue Elf aufgebaut werden soll. Die zu Ende gehende Saison zeigte, dass die Ära des großen Barça-Teams um Ronaldinho und Deco zu Ende geht. Das einst in aller Welt bewunderte Spiel der Blauroten wirkt heute nur noch schematisch und einfallslos. Die Taktik scheint häufig nur noch in der Devise zu bestehen: «Alle Bälle zu Messi».

Vor dem Neubeginn wollen Messi & Co aber noch die auslaufende Ära zu einem guten Ende bringen und die Champions League gewinnen. Bei Barças Europacupsieg 2006 hatte Trainer Frank Rijkaard den Argentinier nach einer ausgeheilten Verletzung nicht eingesetzt. «Im Finale war ich damals nicht einen Augenblick dabei. Da habe ich noch eine Rechnung offen», sagte Messi.

Die Zeitung «El País» beschreibt die Stärken des Dribbelkünstlers so: «Egal wie viele Abwehrspieler sich ihm in den Weg stellen, Messi findet immer einen Weg zum gegnerischen Tor.» Barça-Regisseur Xavi charakterisierte Messi als einen «Fußballer ohne Limits». So ganz ohne Grenzen sind aber auch die Künste eines Messi nicht. Immer wieder muss Barça auf seinen Star verzichten, weil dieser mal wieder verletzt ist. Messis kräftigen Oberschenkel erwiesen sich als anfällig. In drei Jahren erlitt er drei Muskelfaserrisse.

Als Messi mit 13 Jahren nach Barcelona kam, maß er nur 1,43 Meter und wog 40 kg. Der Knirps mit dem Spitznamen «La Pulga» (der Floh) hinterließ bei den Barça-Verantwortlichen einen solchen Eindruck, dass der damalige Manager Carles Rexach den Jungen auf der Stelle verpflichtete und den Vertrag auf einer Serviette festhielt. Der Club bezahlte auch die Hormonbehandlung, die Messi aufgrund einer Wachstumsstörung benötigte. Mit 17 Jahren gab das Talent sein Debüt in der Primera División und wurde zum jüngsten Liga-Torschützen in Barças Vereinsgeschichte.

Diego Maradona erklärte den Landsmann zu seinem «Erben». Aber Messi will von solchen Vergleichen nichts wissen. Die Exzesse eines Maradona sind ihm fremd. Messi zeigt auch als Star keine Allüren, sondern gibt sich freundlich und bescheiden. «Messi ist mit 20 Jahren so erwachsen, wie es Maradona noch heute nicht ist», schrieb das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

dpa

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