Donnerstag, 24. April 2008 / 16:03 Uhr
Mailand - AC Mailands Präsident Silvio Berlusconi hat erneut eine europäische Fußball-Superliga nach dem Vorbild der amerikanischen Profi-Basketballliga NBA gefordert.
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«Wenn man eine so teure Mannschaft aufbaut, kann man nicht in der Provinz vor weniger als 20 000 Zuschauern spielen», klagte der neu gewählte Ministerpräsident Italiens in einem Radio-Interview. Nur bei den Duellen der großen Clubs seien die Stadien voll und die Einschaltquoten der TV-Übertragungen hoch. «Die großen Clubs sollten ihre eigene Meisterschaft haben», sagte der Medienzar.
Berlusconis Vorschlag ist nicht neu. «Das ist sein altes Steckenpferd», kommentierte die «La Gazzetta dello Sport». Schon Anfang der 90er Jahre gehörte Berlusconi zu den Befürwortern einer Euro-Liga. Mittlerweile verfolgt jedoch keiner der europäischen Top-Clubs mehr diese Idee.
Als Milan-Präsident wird auch Berlusconi sein Projekt nicht weiterverfolgen können. Sobald er als Ministerpräsident vereidigt wird, tritt der Multi-Milliardär als Milan-Präsident zurück, er bleibt jedoch Besitzer des Clubs. Ein neuer Präsident wird nicht gewählt. Die Geschäfte führt dann Vize-Präsident Adriano Galliani. Berlusconis Vertrauensmann hatte auch schon während Berlusconis vorhergehender Amtszeit als Regierungschef den Club geleitet.
dpa
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