Freitag, 25. April 2008 / 12:42 Uhr
Glasgow/Florenz - Luca Tonis Ex-Club AC Florenz darf weiter von einem UEFA-Cup-Finale gegen den FC Bayern München träumen.
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Die Italiener erarbeiteten sich mit dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel bei den Glasgow Rangers eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 1. Mai in der Toskana, vergaben dabei aber die durchaus mögliche Vorentscheidung. «Das war eine verpasste Chance», kritisierte die «La Repubblica». «Ich kann meiner Mannschaft nur Komplimente machen», lobte dagegen der Florentiner Trainer Cesare Prandelli.
«Jetzt werden unsere Fans zu Hause sehr wichtig sein für uns», hofft Prandelli auf die Rückendeckung der Tifosi im Rückspiel. Dort müssen Tonis Ex-Kollegen allerdings mit einer noch defensiver eingestellten Mannschaft aus Glasgow rechnen als auf der Insel. Im Hinspiel ließen die Schotten die Gäste das Spiel machen und praktizierten einen sonst den Italienern vorgeworfenen «Catenaccio». Die Rangers blockten und zerstörten, Florenz rannte glücklos an. «Wenn wir zu Hause so spielen würden, würde man uns monatelang die Leviten lesen», wunderte sich Prandelli über den unattraktiven Defensivfußball der Schotten. «Wir hatten eine Mauer vor uns», meinte der Coach. «Florenz kommt in Glasgow zumindest unbeschadet davon», zog die «La Gazzetta dello Sport» ein positives Fazit.
Ein Finale am 14. Mai in Manchester gegen die Bayern wäre für die Florentiner ein Traum, das Wiedersehen mit Luca Toni für die Tifosi ein Festtag. Trotz seines Weggangs ist Toni in Florenz immer noch gern gesehen. Er gehe auch deshalb in die Bundesliga, weil er den Wechsel zu einem anderen italienischen Club wegen seiner Liebe zum AC Florenz nicht übers Herz bringe, hatte Toni damals gesagt. Dies haben ihm die Florentiner nicht vergessen. Wie sie allerdings reagieren würden, wenn Toni die Bayern in einem möglichen Finale gegen Florenz zum UEFA-Cup-Sieg schießen würde, bleibt abzuwarten.
dpa
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