Freitag, 25. April 2008 / 15:17 Uhr
London - Michael Ballack kämpft am Wochenende um seine letzte Titelchance in der Premier League, doch Alex Ferguson will sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen.
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«Wir fahren nach Chelsea, um den Titel zu holen», kündigte der Trainer von Titelverteidiger Manchester United vor dem alles entscheidenden Spiel im Rennen um die englische Fußball-Meisterschaft in der Boulevardzeitung «Mirror» an. Bei einem Sieg hätte United sechs Punkte Vorsprung und wäre dank der weitaus besseren Tordifferenz praktisch zum 17. Mal Meister - nur der FC Liverpool ist mit 18 Titeln noch erfolgreicher. Der Club des deutschen Nationalmannschaftskapitäns muss dagegen am drittletzten Spieltag unbedingt gewinnen, um den Titelkampf offen zu halten.
Für Ballacks «Blues» spricht die Heimbilanz: Seit 80 Partien und über vier Jahren ist Chelsea in der Premier League an der heimischen Stamford Bridge unbesiegt. Doch Ferguson zeigte sich davon wenig beeindruckt. «Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden», tönte der Erfolgscoach der «Red Devils», der in West-London seinen zehnten Titel mit United feiern könnte.
Manchester kann fast aus dem Vollen schöpfen und wird wohl auf einigen Positionen rotieren. Verteidiger Nemanja Vidic, der das torlose Halbfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Barcelona wegen einer Magenerkrankung verpasst hatte, ist wieder fit. Auch Darren Fletcher könnte eine Chance erhalten. Der kantige Mittelfeldmann beendete schon vor zweieinhalb Jahren Chelseas Serie von 40 Partien in Folge ohne Niederlage.
Die Elf des umstrittenen Chelsea-Trainers Avram Grant, der zum 50. Mal auf der Trainerbank der «Blues» Platz nimmt, hat mit 18 Spielen ohne Niederlage derzeit den besten Lauf in der Premier League. Nach dem glücklichen 1:1 beim FC Liverpool in der Champions League stieg bei Chelsea die Stimmung weiter. Sollten Ballack und Co. am Ende «ManU» noch überholen können, wäre es der dritte Titel für die Londoner binnen vier Jahren und der vierte insgesamt.
Nicht mit von der Partie sein wird Ballacks Mittelfeldkollege Frank Lampard. Wegen des plötzlichen Todes seiner Mutter verzichtet er auf einen Einsatz. Für ihn dürfte wohl Michael Essien in die erste Elf rücken, und der Deutsche dafür zentraler spielen.
dpa
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