Freitag, 25. April 2008 / 12:58 Uhr
Hamburg - Real zum 31., Bayern zum 21. und Inter zum 16.: An der Spitze der europäischen Top-Ligen kann schon an diesem Wochenende der Hammer fallen.
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In Spanien, Italien und Deutschland ist die endgültige Meisterschafts-Entscheidung bereits möglich, in der englischen Premier League kann Manchester United seinen 17. Titelgewinn praktisch perfekt machen. Am Aussichtsreichsten stehen aber neben dem deutschen Rekordmeister aus München die «Königlichen» aus Madrid da. «Wir hoffen, dass wir die Sache so schnell wie möglich erledigen», meinte Real-Profi Michel Salgado.
Kein Wunder, dass die «Realisten» auch auf Grünes Licht durch die Stadtverwaltung warten, damit Kapitän Raúl nach dem möglichen Titeltriumph am Sonntag auf die berühmte Cibeles-Statue in der spanischen Hauptstadt klettern und von dort den Fans zujubeln darf. Die Vorbereitungen der Stadt für eine rauschende (Fuß)-Ballnacht ganz in Weiß laufen jedenfalls schon auf vollen Touren.
Allerdings muss das Team (72 Punkte) von Trainer Bernd Schuster dafür vor heimischer Kulisse gegen Athletic Bilbao gewinnen - und die Konkurrenz mitspielen. Verfolger FC Villarreal (62) darf nach seinen beiden Auswärtsniederlagen bei Betis Sevilla ebenso nicht über ein Unentschieden hinauskommen wie Erzrivale FC Barcelona (61), der bereits am Samstag bei Deportivo La Coruna antritt. In der Primera Division gibt bei Punktgleichheit der direkte Vergleich den Ausschlag.
So wie in der italienischen Serie A. Dort führt Inter (78) vor dem viertletzten Spieltag mit sechs Zählern vor dem AS Rom (72). Sollten die «Nerazzuri» schon eine Woche vor dem Stadtderby gegen den AC daheim gegen Cagliari Calcio (15. Platz) gewinnen und die Hauptstädter gegen den Tabellen-16. FC Turin verlieren, wäre der dritte «Scudetto» in Serie perfekt. Zur Einstimmung stattete Club- Präsident Massimo Moratti der Mannschaft drei Tage vor dem möglichen Showdown am Sonntag einen Trainingsbesuch ab. «Wichtig ist, dass wir es schaffen, in welchem Spiel auch immer», sagte er. «Wir sind in einer guten Situation, aber wir dürfen nicht den Fehler machen, uns zu fühlen, als hätten wir unser Ziel schon erreicht», warnte Inter- Stürmer Julio Cruz.
So wie in Deutschland, wo Rekordmeister Bayern München pikanterweise gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart seine 21. Meisterschafts-Trophäe sicherstellen kann, gibt auch in der englischen Premier League nicht der direkte Vergleich bei Punktgleichheit den Ausschlag, sondern zuerst die erzielten und kassierten Tore. Und da spricht alles für «ManU». «Wir fahren nach Chelsea, um den Titel zu holen», kündigte Coach Sir Alex Ferguson in der Boulevardzeitung «Mirror» an. Bei einem Auswärtssieg gegen den direkten Verfolger aus London hätte United sechs Punkte Vorsprung und wäre dank der besseren Tordifferenz praktisch zum 17. Mal Meister - nur der FC Liverpool ist mit 18 Titeln erfolgreicher. Ferguson: «Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden.»
dpa
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