Freitag, 25. April 2008 / 12:51 Uhr
Düsseldorf - Der FC Bayern München kann seiner umfangreichen Titelsammlung schon am Sonntag eine weitere Trophäe hinzufügen und die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga zum dritten Mal in der Geschichte bereits am fünftletzten Spieltag entscheiden.
anzeige
Trotz des enttäuschenden 1:1 im UEFA-Cup-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg ist die Führungsriege des Clubs optimistisch, dass die Meisterschale möglichst bald wieder in München ist. «Den ersten Titel haben wir gewonnen, jetzt steht die Meisterschaft vor der Tür», sagte Clubchef Karl-Heinz Rummenigge vor der Partie gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart.
Doch im Duell Rekordtitelträger gegen Meister benötigen die Bayern nicht nur einen Sieg, sondern auch die Schützenhilfe anderer Clubs. Um den 21. Titelgewinn frühzeitig perfekt zu machen, muss Werder Bremen beim Karlsruher SC verlieren, und der FC Schalke 04 darf zudem beim Hamburger SV nicht gewinnen. Die beiden Bayern-Verfolger aus Bremen und Gelsenkirchen sind allerdings im Kampf um die Champions- League-Plätze selbst auf jeden Zähler angewiesen und werden den Tabellenführer nicht ohne weiteres davonziehen lassen. «Es gibt keinen Grund sich zurückzulehnen. Das wird den Spielern auch vermittelt», versprach Werder-Manager Klaus Allofs.
Für den HSV geht es in der Partie gegen die um eine Position besser platzierten Schalker wohl um die letzte Chance, noch einen Champions-League-Rang zu erreichen. «Wir machen bei der Vergabe um das internationale Geschäft noch immer mit», sagte Hamburgs Trainer Huub Stevens vor dem Spiel gegen seinen ehemaligen Club, der zur Zeit von seinen früheren Schützlingen Mike Büskens und Youri Mulder betreut wird. Die Schalker gehen nach dem gelungenen Einstand ihres Interims-Trainerduos beim 5:0-Erfolg gegen Energie Cottbus gelassen in die Partie. «Der HSV steht unter größerem Zugzwang als wir», sagte Büskens.
Spannender als die Titelvergabe gestaltet sich der Kampf um den Klassenverbleib in der Liga. Abstiegskampf pur verspricht der 30. Spieltag, an dem vier der letzten fünf Teams in direkten Duellen aufeinandertreffen. Dabei kann sich der 1. FC Nürnberg (26 Punkte) mit einem Sieg gegen den Tabellen-15. Arminia Bielefeld (28) von den Abstiegsplätzen befreien. Für Bielefelds Trainer Michael Frontzeck ist die Partie am Valznerweiher allerdings kein «Endspiel». «Es ist ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, aber kein entscheidendes. Auch für den Verlierer, sollte es einen geben, ist die Saison keineswegs gelaufen», sagte Arminias Coach.
In der Lausitz stehen sich die beiden einzigen Ostclubs der Liga gegenüber. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellen-16. Hansa Rostock (27) kann Energie Cottbus (29) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. «Für Rostock ist das Spiel bereits überlebenswichtig. Wir sind gefestigt, trotz des Ausrutschers in Schalke», sagte Energie-Manager Steffen Heidrich. Die Rostocker haben sich in einem Kurztrainingslager in Kühlungsborn auf die Begegnung vorbereitet und wollen die Chance beim Schopf packen. «Die Mannschaft kann die Tabelle lesen und hat bereits bewiesen, dass sie mit solchen Drucksituationen umgehen kann», sagte Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Beni Turnher: Der Rasen sieht alt und gebraucht aus, irgendwie erinnert er mich an die Kleider der Kelly Family.
Kommentar schreiben