Sonntag, 27. April 2008 / 11:09 Uhr
Leipzig - Der FC Ingolstadt kann die Planungen für die 2. Fußball-Bundesliga forcieren. Nachdem der Tabellenführer mit Mühe Schlusslicht FSV Oggersheim mit 2:1 bezwungen hatte, patzten die Verfolger, wodurch der Ingolstädter Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf fünf Zähler anwuchs.
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Der FSV Frankfurt unterlag gegen 1860 München II mit 1:2, der VfR Aalen musste sich bei den Stuttgarter Kickers gar mit 1:5 geschlagen geben. Ingolstadts Trainer Thorsten Fink war aber nicht zufrieden mit der Leistung des Spitzenreiters: «Wir machen die Gegner immer wieder selbst stark, in dem wir unsere Torchancen einfach nicht effektiv genug nutzen», betonte der Coach.
Die Frankfurter Heimniederlage gegen die «Löwen» kam überraschend, hatten die Hessen doch zuletzt in zehn Partien nicht verloren. Dabei konnten sie ihre fast 35-minütige Überzahl nach der Gelb-Roten Karte für Julian Baumgartlinger wegen wiederholten Foulspiels nicht nutzen. «Wir waren heute einfach zu lethargisch und nicht so druckvoll wie in den vergangenen Wochen. Nach dem Ausgleich wollten wir zuviel und haben uns nicht clever genug verhalten», resümierte Trainer Tomas Oral.
«Wir haben verdient auch in dieser Höhe verloren. Das war das schlechteste Spiel meiner Mannschaft unter meiner Leitung», bemerkte ein wütender Aalen-Trainer Edgar Schmitt nach dem 1:5-Debakel. Die Kickers stehen nun erstmalig seit Oktober 2007 wieder auf einem für die Qualifikation zur neuen 3. Liga berechtigten neunten Tabellenplatz. Dementsprechend zufrieden merkte Kickers-Trainer Stefan Minkwitz an: «Die Leistung meiner Jungs verdient höchsten Respekt».
Einen weiteren Rückschlag musste der SV Sandhausen hinnehmen. Der Neuling verlor trotz Pausenführung bei Jahn Regensburg mit 1:2. In einer kampfbetonten Partie mit drei Platzverweisen erzielte Özgür Kart in der turbulenten Schlussphase den viel umjubelten Siegtreffer. «Es war wichtig, dass wir nach dem Rückstand weiter Druck gemacht haben. Die Mannschaft hat sich den Sieg verdient. Ich hoffe, dass wir so unser Ziel - die Qualifikation für die neue 3. Liga - schaffen», sagte Jahn Trainer Günter Güttler den Blick nach vorn gerichtet.
Von den Niederlagen der Spitzenteams profitierte die SpVgg Unterhaching, die ihr Heimspiel gegen den SSV Reutlingen mit 2:0 gewann und nur noch drei Punkte von einem Aufstiegsplatz in die 2. Liga trennen. «Wir schauen nur auf uns und wollen jedes Spiel gewinnen», erklärte ein kämpferischer Coach Ralph Hasenhüttl. Schweren Zeiten gehen die Sportfreunde Siegen entgegen. Am Samstag wurde bekannt, dass Vorstandsvorsitzender Christoph Hansen und Finanzvorstand Dirk Röckinghausen zurücktreten. Die Mannschaft schaffte nur ein 1:1 gegen Hessen Kassel und rutschte auf Platz 15 ab.
dpa
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