Freitag, 2. Mai 2008 / 13:07 Uhr
Hamburg - Michael Ballack spielt in der stärksten Fußball-Liga des Kontinents - das deutsche Oberhaus rückt im europäischen Vergleich trotz des Bayern-Aus im UEFA-Pokal in der kommenden Spielzeit auf Rang vier vor.
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Doch an der Spitze steht die Premier League dank des Siegeszugs der englischen Clubs in der Champions League. England hat damit die achtjährige Dominanz Spaniens beendet und erstmals seit 23 Jahren wieder die Führung in der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) übernommen.
Nach dem Einzug von Manchester United und des FC Chelsea in das Endspiel der Königsklasse am 21. Mai in Moskau ist England wie zuletzt 1985 wieder die Nummer 1 in der UEFA-Rangliste. Ihr zufolge wird die Anzahl der Starter in den lukrativen Europacup-Wettbewerben Champions League und UEFA-Pokal bestimmt.
Dass die Münchner Bayern sich im UEFA-Pokal-Halbfinale als letzter Bundesliga-Club aus einem europäischen Wettbewerb verabschiedeten (0:4 im Rückspiel bei Zenit St. Petersburg) schlägt sich nicht negativ auf die Einordnung der Bundesliga für die kommende Saison nieder. Mit 48,722 Zählern ist Deutschland derzeit zwar noch hinter Frankreich (52,668) Fünfter, doch der Ligue 1 werden in der Ausgangs-Wertung für 2008/2009 mit 13,500 Punkten (aus der Saison 2003/04) fast 9 Zähler mehr gestrichen als Deutschland (4,714).
Vor den Bayern waren im UEFA-Cup Bayer 04 Leverkusen im Viertelfinale und der aus der Champions League als Dritter der Gruppenphase in den UEFA-Cup abgestiegene SV Werder Bremen sowie der Hamburger SV im Achtelfinale ausgeschieden. Pokalsieger 1. FC Nürnberg hatte es schon in der Runde der besten 32 erwischt. In der Champions League kam der FC Schalke am weitesten. Die Knappen schieden im Viertelfinale aus. Der deutsche Meister VfB Stuttgart war ebenso wie Bremen nicht über die Gruppenphase hinausgekommen.
Vor allem dank der souveränen Auftritte der englischen Teams in der Champions League übernahm England mit 75,499 Punkten nach der Vorschlussrunde am Mittwochabend die Führung in der UEFA-Rangliste vor Spanien (75,266) und Italien (60,285). Sechster der Wertung ist Russland (42,500).
«Die englische Premier League und ihre Clubs sind stark. Das liegt aber in erster Linie daran, dass sie viele ausländische Top-Spieler beschäftigen», sagte der deutsche Fußball-«Kaiser» Franz Beckenbauer kürzlich in einem Interview. Er rückte damit die Dimensionen zurecht: Denn nicht Englands Kicker, bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz in diesem Jahr nur Zuschauer, sind so stark, sondern die durch teure Spitzen-Akteure aus aller Welt verstärkten Vereine von der Insel mit ihren milliardenschweren Besitzern im Hintergrund.
So führten der Deutsche Ballack (Chelsea), der Portugiese Cristiano Ronaldo (ManU) und der Spanier Fernando Torres (Liverpool) drei Premier-League-Clubs ins Champions-League-Halbfinale und schufen die Basis zum Aufstieg der Premier League zur Nummer 1. Die Top Drei der Fünfjahreswertung dürfen jeweils zwei Teams in Champions League, Champions-League-Qualifikation und UEFA-Cup entsenden. Die Clubs auf den Rängen vier bis sechs entsenden einen Qualifikanten zur Meisterliga weniger.
dpa
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