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Glasgows Geiz-Fußballer freuen sich auf Zenit

Florenz - Die Geiz-Fußballer von Glasgow Rangers konnten es kaum glauben - der geschlagene Gegner AC Florenz klagte über die Fußball-Ungerechtigkeit.

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«Die Rangers sind nur hierhergekommen, um unser Spiel zu zerstören, und bekamen das Resultat, das sie wollten. Die Mannschaft, die nicht mitgespielt hat, ist belohnt worden», meinte AC-Trainer Claudio Cesare Prandelli nach dem 2:4 im Elfmeterschießen vor heimischer Kulisse.

AC Florenz - Glasgow Rangers

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Glasgows Kevin Thomson (vorn) kämpft mit Marco Donadel vom AC Florenz um den Ball.

«Eine brennende Ohrfeige», schrieb die «Gazzetta dello Sport». Ihr erhofftes Wiedersehen im UEFA-Pokalfinale mit Florenz-Liebling Luca Toni hatten die Italiener schon rund drei Stunden zuvor durch die 0:4-Pleite des FC Bayern München in deren Halbfinal-Rückspiel bei Zenit St. Petersburg abhaken können.

Die Schotten kratzte die Kritik an ihrer ebenso destruktiven wie unattraktiven Spielweise nicht sonderlich. «Gegen uns schießt man nicht so leicht Tore», frohlockte Coach Walter Smith. Nach dem 0:0 im Hinspiel blieb seine Mannschaft auch in Florenz inklusive Nachspielzeit ohne Gegentor.

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Smith darf sich nun auf das Duell mit einem seiner Trainer-Vorgänger freuen. Im Finale am 14. Mai im Stadion von Manchester City trifft er auf seinen niederländischen Kollegen Dick Advocaat, der die Rangers von 1998 bis 2001 unter seinen Fittichen hatte. «Es wird schön sein, mit ihm die Klingen zu kreuzen», sagte Smith.

Auf den ersten Einzug in ein Europapokal-Finale seit 1972 mussten die Rangers bis Donnerstagabend 23.23 Uhr MESZ warten. Vor 40 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Artemio Franchi schaute sich Ignacio Gomez Novo eine Ecke aus, lief an und traf. «Nacho Novo ist einer unserer besten Elfmeterschützen», lobte Smith seinen Matchwiner. Zuvor waren die Gäste aus Glasgow indes eher selten so nah vor dem Kasten von Florenz-Schlussmann Sebastien Frey aufgetaucht, der zumindest einen Elfmeter der Rangers noch hatte parieren können.

Das bessere Ende konnte aber sein Pendant im Rangers-Kasten für sich in Anspruch nehmen. «Wenn es zum Elfmeterschießen kommt, hast du immer die Chance, der Held zu werden, und das ist mir durch den Kopf gegangen», erzählte Neil Alexander, der für den derzeit verletzten Stammkeeper Allan McGregor im Tor stand. Mit Blick auf die Finalteilnahme stammelte er anschließend: «Mir fehlen die Worte, was für eine Leistung.»

Da konnte er auch über die Tatsache, dass er die vorzeitige Entscheidung im Elfmeterschießen gar nicht so richtig mitbekommen hatte («Ich dachte, sie hätten noch einen Elfmeter zu schießen») schmunzeln. «Ich hab' die Jungs rennen sehen und gedacht: Die muss ich jetzt einholen.»

dpa

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