Sonntag, 4. Mai 2008 / 16:13 Uhr
Leipzig - Volle Stadien, packende Duelle und höchster Einsatz: Im Kampf um Zweitliga-Aufstieg und Drittliga-Qualifikation steuert die Fußball-Regionalliga Nord auf ihren Höhepunkt zu.
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Hinter dem spielfreien Spitzenreiter Rot-Weiß Ahlen wetteifern gleich acht Mannschaften um den zweiten Aufstiegsrang. Beste Chancen hat Rot-Weiß Oberhausen als Zweiter nach einem 3:2-Erfolg gegen Kickers Emden. Im spannenden Verfolgerduell trennten sich Dynamo Dresden und Rot-Weiß Erfurt dank eines Dresdner Treffers in der Nachspielzeit 2:2 und hoffen wie die direkten Kontrahenten auf einen Ausrutscher der Spitzenteams.
In Dresden war die Baustelle Rudolf-Harbig-Stadion mit 8519 Zuschauern ebenso ausverkauft wie das Stadion Magdeburg. Vor der Tagesrekord-Kulisse von 24 100 Zuschauern kam der 1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig nicht über ein 1:1 hinaus. Auch Rot- Weiss Essen kann sich als 13. nach einem 2:1 beim FC Energie Cottbus noch Hoffnungen auf die neue 3. Liga machen.
Mit dem 3:2-Heimerfolg rückten die Oberhausener bis auf zwei Punkte an Ahlen heran. «Es war wichtig, dass uns kurz nach dem Rückstand gleich wieder der Ausgleich gelang», resümierte Torschütze und Kapitän Mike Terranova. «Das war heute ein tolles Spiel beider Mannschaften, leider mit dem schlechteren Ergebnis für uns. Die Niederlage wirft uns aber nicht um», befand Emdens Trainer Stefan Emmerling.
Den größten Sprung vollbrachte Fortuna Düsseldorf. Das Team verbesserte sich durch ein 4:0 gegen Borussia Dortmund II von Platz zehn ins Spitzenfeld. «Wir standen kompakt und haben der besten Abwehr der Liga vier Tore eingeschenkt», sagte ein zufriedener Düsseldorfer Trainer Norbert Meier. Auch der 1. FC Union Berlin wahrte mit einem verdienten 2:0-Auswärtserfolg in Hamburg seine Aufstiegschancen in die 2. Bundesliga. Die Köpenicker sind mit zwei Zählern Rückstand auf Oberhausen Vierter. Auf dem dritten Rang steht der nicht aufstiegsberechtigte SV Werder Bremen II, der sein Heimspiel gegen den Wuppertaler SV mit 2:1 gewann.
Durch das Remis im Ostderby behalten Dresden und Erfurt mit jeweils drei Punkten Rückstand die Aufstiegsränge in Blickweite. In der packenden Schlussphase verlor Erfurt beim stand von 2:1 erst Blerim Rrustemi (87.) und Fabian Stenzel (90.+2) jeweils wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot und dann noch zwei Punkte. Igor Bendowski markierte in der dritten Minute der Nachspielzeit das 2:2. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass Dynamo noch aus eigener Kraft zum Ausgleich gekommen wäre. Der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag», monierte der von Referee Markus Schmidt (Stuttgart) auf die Tribüne geschickte Erfurter Trainer Karsten Baumann.
Trotz großartiger Unterstützung von 24 100 Zuschauern musste sich Magdeburg mit einem Remis gegen Braunschweig begnügen. «Es war ein gerechtes Unentschieden«, urteilte Magdeburgs Trainer Paul Linz. «Mit dem Punkt sind beide Mannschaften noch im Rennen, auch wenn es jetzt immer knapper wird», befand Braunschweigs Coach Benno Möhlmann.
dpa
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