Mittwoch, 7. Mai 2008 / 16:09 Uhr
London - Arsenal-Trainer Arsène Wenger hat den deutschen National-Torhüter Jens Lehmann vor dessen Abschied mit Komplimenten überhäuft.
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«Er war ein echter Sieger, er war bereit, für den Sieg zu sterben», sagte Wenger laut eines Berichts auf der Vereins-Website vor Aktionären des Londoner Clubs. «Wie ich schon der Mannschaft erzählt habe: In den fünf Jahren, die er hier war, habe ich ihn nicht ein einziges Mal, nicht eine einzige Minute lang im Training dabei erwischt, dass er nicht sein Bestes gegeben hat», sagte der Franzose weiter.
Wenger hatte Lehmann nach nur drei Spielen auf die Ersatzbank verbannt und dessen spanischem Rivalen Manuel Almunia den Vorzug gegeben, nachdem der Deutsche sich zunächst zwei Patzer erlaubt und kurzzeitig an einer Schulterverletzung laboriert hatte. «Für Almunia war es ein sehr schwieriges Jahr. Wenn Du jemanden wie Jens Lehmann im Nacken hast - es gibt keine bessere Schule, weil dieser Kerl Dir keinen Zentimeter gibt. Mental hat Almunia deshalb dieses Jahr enorme Fortschritte gemacht, er ist ein sehr starker Torhüter geworden», erklärte Wenger.
Lehmann, der diese Saison auf nur 13 Einsätze kam und vergangenen Sonntag in seinem 199. Arsenal-Match wohl zum letzten Mal für die «Gunners» spielte, verlässt den Nord-Londoner Club im Sommer mit noch unbekanntem Ziel. 2003 war er als Nachfolger des legendären David Seaman von Borussia Dortmund an die Themse gewechselt und wurde gleich in seiner ersten Saison Teil der «unbesiegbaren» Arsenal-Elf, die 2004 englischer Meister wurde. Der 38-Jährige gewann mit den «Gunners» außerdem 2005 den englischen Verbandspokal, unterlag aber 2006 im Endspiel der Champions League dem FC Barcelona. Diese Saison steht Arsenal trotz starken Beginns mit leeren Händen da.
dpa
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