Dienstag, 6. Mai 2008 / 16:29 Uhr
Berlin - Fußball-Regionalligist 1. FC Union Berlin beginnt kurz nach dem Saisonende mit der Modernisierung des maroden Stadions An der Alten Försterei.
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In der ersten Bauphase ab 2. Juni sollen innerhalb von knapp drei Monaten die drei Stehplatzränge betoniert und mit Wellenbrecheranlagen versehen werden. Inklusive der vollen Überdachung der drei Bereiche sollen dazu nur 2,5 Millionen Euro nötig sein.
Der Bezirk Treptow/Köpenick beteiligt sich daran mit 600 000 Euro. Das Land Berlin steuert nach Mitteilung des Vereins ebenfalls 600 000 Euro zu, die unabhängig von der Spielklassenzugehörigkeit für den Einbau einer Rasenheizung verwendet werden. Das Land Berlin erhält diese Kosten im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages zurück. Dieser soll zur Übertragung des Stadiongeländes an den Verein noch im Mai 2008 über 65 Jahre abgeschlossen werden. Die Stadionbetreibergesellschaft kostet das in diesem Zeitraum ohne Rasenheizung monatlich rund 9000 Euro .
Während der Bauphase wird Union im Falle der Zugehörigkeit zur Dritten Liga in den Jahnsportpark ausweichen. Im Aufstiegsfall ist für einige Partien der Umzug ins Olympiastadion geplant.
Nach der Sanierung der Stehplatzränge wird das Stadion zunächst 20 500 Zuschauer fassen: 19 000 Stehplätze und 1500 Sitzplätze. Der Neubau der Sitzplatztribüne startet frühestes im Frühjahr 2009. Die Westtribüne soll nach ihrer Fertigstellung 4500 Zuschauern Platz bieten. Nach der Vollendung des Stadionumbaus können dann 23 500 Fans in die neue Alte Försterei kommen. Die Gesamtkosten bezifferte Präsident Dirk Zingler auf rund 15 Millionen Euro. Die Kosten seien deshalb um rund zwei Millionen gesunken, weil Fans, Mitglieder und Sponsoren Mehrleistungen erbringen würden. Der Verein rechnet mit großer Beteiligung.
In der 2. Liga plant Union mit einem Etat von 9 Millionen Euro und durchschnittlich 9500 Zuschauern. In Liga drei sind für den Etat 5 Millionen Euro und 8000 Zuschauer veranschlagt. Für beide Ligen wurde Union die Lizenz mit Bedingungen und Auflagen erteilt, die Präsident Zingler jedoch als erfüllt ansieht.
dpa
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