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Kampf gegen den Abstieg weiter spannend

Düsseldorf - Der Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball- Bundesliga bleibt spannend bis zum Schluss, dafür sieht man im vorderen Tabellen-Drittel immer klarer.

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Nach dem 1:0-Sieg von Werder Bremen im Nordderby beim Hamburger SV hat sich das lange Zeit offene Rennen um die beiden Champions League-Plätze hinter Meister Bayern München auf ein Duell zwischen Bremen (60 Punkte) und Schalke 04 (58) reduziert. Dahinter macht sich vor den beiden noch ausstehenden Spieltagen ein Quartett Hoffnungen auf einen der zwei UEFA-Cup-Ränge. Die besten Karten haben der HSV und Ex-Meister VfB Stuttgart (beide 51 Punkte), drei Zähler dahinter liegen gleichauf Bayer Leverkusen und der aufstrebende VfL Wolfsburg.

Schlechte Aussicht

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Rostocks Kapitän Enrico Kern zieht sich nach dem Spiel das Trikot über den Kopf.

Einen beispiellosen Absturz erlebten in den vergangenen Wochen die Leverkusener. Nach dem 1:2 gegen Hertha BSC, der sechsten Schlappe im achten Spiel, ließen die Fans ihrem Frust freien Lauf und forderten lautstark den Rauswurf von Trainer Michael Skibbe. «Wir haben zwei Drittel der Saison tollen Fußball zelebriert und die Fans verwöhnt. Schade, dass die Leute das so schnell vergessen», sagte Sportdirektor Rudi Völler ratlos. «Vielleicht haben wir vorher einen Tick über unserem Niveau gespielt.» Nach der Talfahrt ist nun sogar der UI-Cup- Rang (Platz 6) in Gefahr.

Denn von hinten kommen hungrige «Wölfe». Nach dem 3:2-Sieg bei Eintracht Frankfurt fiebert die Elf von Felix Magath dem «Endspiel» gegen Stuttgart entgegen. «Wir waren die ganze Saison über weit weg von diesen Plätzen und haben es plötzlich selbst in der Hand. Wir haben die Chance, mit einem Sieg gegen Stuttgart einen Big Point zu landen. Jetzt wollen wir in den UEFA-Cup», erklärte der VfL-Coach vor dem Duell mit seinem Ex-Club.

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Hansa Rostock (27 Punkte) kann nach dem 0:3 bei Hannover 96 wohl nur noch ein Wunder vor dem Absturz in die 2. Liga retten. Und auch beim MSV Duisburg ist die Hoffnung stark gesunken. Das 0:2 im Keller-Duell beim 1. FC Nürnberg, der nun nur noch einen Zähler hinter Arminia Bielefeld (32) und zwei hinter Energie Cottbus (33) liegt, war ein herber Rückschlag. «Ich bin stinksauer. Was wir abgeliefert haben, war katastrophal. Ich habe über 90 Minuten keinen Kampf gesehen», schimpfte MSV-Keeper Tom Starke vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Bayern, der nach dem 2:0 gegen Bielefeld eine «Mini-Meisterfeier» inszenierte.

Bei Nürnberg ist der Glaube an die Rettung vor den letzten Spielen bei Hertha und gegen Schalke zurückgekehrt. «Wir kämpfen bis zum Ende», versprach der 35 Jahre alte Stürmer Jan Koller, der sich nach dem Zoff von Dortmund wieder mit den eigenen Anhängern versöhnte. «Das ist vergessen. Die Fans stehen hinter mir. Das ist sehr wichtig für mich», sagte der Tscheche.

Für viel Diskussionsstoff im Nordderby sorgte weniger Bremens 1:0- Sieg, als vielmehr das «Kamikaze-Foul» von Werder-Torhüter Tim Wiese. Für Franz Beckenbauer war das «fast schon Mordversuch», doch Wiese hatte nach seiner Kung-Fu-Attacke gegen HSV-Profi Ivica Olic nicht einmal eine Entschuldigung parat. «Ich habe erst den Ball getroffen, er muss da ja nicht hingehen», sagte er. Manager Klaus Allofs verteidigte den nur mit Gelb bestraften Schlussmann: «Er wollte den Ball spielen.» Geschockt von der Brutalität war dagegen HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer: «Wenn ich sehe, dass der Stollen von Wiese bei 1,80 Meter Höhe ist, habe ich nichts anderes als Rot gesehen.»

dpa

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