Mittwoch, 7. Mai 2008 / 15:05 Uhr
Berlin - Im Fußball-Regionalliga-Spitzenspiel zwischen Union Berlin und Dynamo Dresden werden rund 1400 Beamte von Bundes- und Berliner Landespolizei im Einsatz sein.
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«Wir sind vorbereitet», sagte ein Polizeisprecher. Es werde vermutlich ruhiger bleiben als bei der letzten Begegnung zwischen beiden Teams in der Alten Försterei. «Wir freuen uns alle sehr auf diesen spannenden Klassiker und erwarten ein friedliches, stimmungsvolles Fußballfest», sagte Union-Sportdirektor Christian Beeck.
Wegen befürchteter Krawalle hatte die Polizei elf Fans den Aufenthalt in Berlin untersagt. Meldeauflagen sollen 120 weitere als Gewalttäter bekannte Anhänger vom Stadion fernhalten. Die Aufenthaltsverbote gingen an sieben Dresdner und vier Berliner Fans. Die Dresdner Fans sollen in Sonderzügen geschlossen anreisen und bei Abgabe der Eintrittskarten ihre Ausweise vorzeigen. «Ich gehe davon aus, dass die Risiken angemessen minimiert werden können», sagte der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch.
Für die Partie erhalten die Dresdner Fans, für die 1500 Tickets zur Verfügung stehen, Eintrittskarten nur gegen Vorlage ihres Ausweises. Darauf hatten sich die beiden Vereine im Vorfeld bei einem Krisengespräch mit dem Berliner Polizeipräsidenten geeinigt. Glietsch hatte zunächst verfügt, dass Gastgeber Union wegen befürchteter Krawalle kein Kartenkontingent für Dresdner Anhänger abgeben darf. Dagegen hatten die beiden Vereinsführungen massiv protestiert.
Für beide Teams steht in diesem Ostderby viel auf dem Spiel, denn sowohl Union als auch Dresden können sich keine Punktverluste im Kampf um den Aufstieg erlauben. Fünf Spieltage vor Saisonschluss liegen die Berliner zwei Zähler hinter einem Aufstiegsplatz, die Dresdner drei. «Ich hoffe, wir können in Berlin punkten», sagte Dresdens Trainer Eduard Geyer. Im Vorverkauf wurden 6500 Tickets abgesetzt, Union rechnet mit mehr als 10 000 Zuschauern - das wäre neuer Saisonrekord.
Das Hinspiel in Dresden musste nach drei Minuten unterbrochen werden, weil Feuerwerkskörper von Berliner Fans abgebrannt wurden. Danach verlief die Partie aber normal und auf dem Feld sehr fair. Am Ende gewann Union durch ein Tor von Kapitän Daniel Schulz mit 1:0. Schulz wird im Rückspiel allerdings fehlen: Der Defensivspieler laboriert an einer Meniskusverletzung des linken Knies und fällt für den Rest dieser Saison aus. Zudem muss Union-Trainer Uwe Neuhaus gegen Dresden auch auf Stürmer Dustin Heun (Knieverletzung) verzichten.
dpa
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