Freitag, 9. Mai 2008 / 13:13 Uhr
Düsseldorf - Der Meister ist gekürt, fast alle anderen Bundesliga-Entscheidungen stehen noch aus. Fünf Teams kämpfen um den Direkt-Einzug in den UEFA-Cup, zwei um die direkte Qualifikation für die Champions League, fünf Mannschaften bangen noch um den Klassenverbleib.
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Die größte Spannung verspricht der Abstiegskampf: Bereits nach dem 33. Spieltag könnten Hansa Rostock, der MSV Duisburg und der 1. FC Nürnberg als Absteiger feststehen, denkbar ist aber auch, dass die künftigen Zweitligisten erst am 34. Spieltag ausgespielt werden.
Die schlechtesten Karten im Existenzkampf haben der Tabellen-18. Rostock (27 Punkte) und der Vorletzte Duisburg (29). Rostock hilft nur ein Sieg, um im Rennen zu bleiben, dann dürfte aber die unmittelbare Konkurrenz nicht gewinnen. «Es ist die Pflicht, die minimale Chance beim Schopf zu packen», sagte Trainer Frank Pagelsdorf vor der Partie gegen Bayer Leverkusen.
Auch der MSV benötigt gegen den deutschen Meister Bayern München einen Sieg, könnte aber auch im Falle eines Remis oder sogar einer Niederlage in der Verlosung bleiben. «Wir haben noch eine Chance, aber dafür müssen wir die beiden ausstehenden Spiele gewinnen und dann auf das Wunder von Frankfurt hoffen», sagte MSV-Torhüter Tom Starke.
Der FC Energie Cottbus (33) und Arminia Bielefeld (32) haben die beste Ausgangsposition und können mit Siegen den Klassenverbleib bereits perfekt machen, wenn die Konkurrenz nicht punktet. Dabei treffen die Lausitzer auf den Hamburger SV und müssen in Stanislaw Angelow, Mario Cvitanovic und Daniel Ziebig gleich drei gesperrte Spieler ersetzen. «Egal wer spielt - wir werden alles geben, glauben an uns und ringen um das bestmögliche Ergebnis. Angst haben wir vor der zweifellos sehr starken HSV-Mannschaft nicht», sagte Trainer Bojan Prasnikar.
Bielefeld hofft im letzten Heimspiel der Saison gegen Borussia Dortmund auf die nötigen Zähler. «Mit den Fans im Rücken sollten gegen Dortmund drei Punkte herausspringen», sagte Arminias Profi Rüdiger Kauf. Aber auch der 1. FC Nürnberg setzt nach dem 2:0-Sieg im «Keller-Derby» gegen den MSV Duisburg auf den Aufwärtstrend und sieht sich bei Hertha BSC nicht chancenlos. «Jetzt müssen wir in Berlin nachlegen», forderte Kapitän Tomas Galasek.
Im Fernduell um den direkten Einzug in die Champions League haben sowohl der Tabellen-Zweite Werder Bremen (60) gegen Hannover 96 als auch der Dritte FC Schalke 04 (58) gegen Eintracht Frankfurt Heimrecht. «Wenn Bremen sich eine Blöße gibt, wollen wir da sein, um die Chance auf Platz zwei zu nutzen», erklärte Schalkes Manager Andreas Müller. Bei den Bremern kehrt Torsten Frings ins Team zurück, dafür fehlt Frank Baumann (Sperre). Das Hinspiel gewann Hannover durch drei Tore von Mike Hanke mit 4:3.
Der VfL Wolfsburg liegt zwar momentan nur auf Rang sieben, kann aber mit einem Sieg im Duell mit dem VfB Stuttgart schon einen UEFA-Cup-Platz erreichen. «Die Chance auf einen internationalen Wettbewerb ist da, diese wollen wir auch nutzen», kündigte VfL-Kapitän Marcelinho vor der Partie gegen den Meister des Vorjahres an.
dpa
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