Montag, 12. Mai 2008 / 10:38 Uhr
Kassel - Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat nach dem 1:6-Debakel beim Karlsruher SC II die Reißleine gezogen und sich von Trainer Matthias Hamann getrennt.
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Am Pfingstmontag übernahm Mirko Dickhaut das Amt, um doch noch die Qualifikation für die neue 3. Liga zu schaffen. Der ehemalige Bundesliga-Profi war bislang Trainer des Landesliga-Teams der Nordhessen. «Wir wollen unsere Minimalchance wahren, und der Trainer ist nun mal leider das schwächste Glied in der Kette», begründete der Vereinsvorsitzende Jens Rose die Trennung von Hamann.
Der 40-jährige Hamann war 2005 vom Pfälzer Verbandsligisten TuS Hohenecken zum KSV Hessen gekommen, mit dem er auf Anhieb den Regionalliga-Aufstieg geschafft hatte. Von seiner Entlassung wurde Hamann völlig überrascht, hatte er doch nach dem 1:6 in Karlsruhe noch erklärt: «Das war ein skandalöser Auftritt, einige haben den Ernst der Lage nicht erkannt. Darüber werden wir in der nächsten Woche reden.»
Doch die Vereinsführung wollte nicht mehr warten und handelte kurz entschlossen, «um den letzten Strohhalm zu ergreifen», wie Vizepräsident Holger Günther betonte. «Der 10. Platz ist für den Verein elementar wichtig», sagte Günther. Derzeit liegt Kassel mit 37 Punkten nur auf Rang zwölf. Der Abstand auf Platz zehn beträgt vier Zähler.
dpa
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