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Finale furioso: Vier Clubs kämpfen um UEFA-Plätze

Düsseldorf - Für acht der 18 Clubs der Fußball-Bundesliga wird der 34. und letzte Spieltag zu einem «Finale furioso» mit Zittern und Bangen.

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Nach dem «Tag der Tränen» für den MSV Duisburg und Hansa Rostock, deren Abstieg am Pfingstwochenende besiegelt wurde, kämpfen nun noch Arminia Bielefeld und der 1. FC Nürnberg im Fernduell um den Klassenverbleib. Werder Bremen und der FC Schalke 04 buhlen um den direkten Einzug in die Champions League. Und ein Quartett aus Leverkusen, Hamburg, Wolfsburg und Stuttgart streiten auf Augenhöhe (alle 51 Punkte) um zwei UEFA-Cup-Plätze.

Torjubel

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Die Bremer (l-r) Diego und Naldo jubeln mit dem Torschützen zum 1:0.

«Wir streben wieder die Bundesliga an», formulierte Duisburgs Sportdirektor Bruno Hübner nach dem 2:3 gegen Bayern München das Ziel. Der sechste Abstieg kam für die «Zebras», die seit dem 8. Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehen, nicht überraschend. «So wie wir uns teilweise präsentiert haben, kann man nicht bestehen», bilanzierte MSV-Torwart Tom Starke. Für den längst gekürten Meister aus München war der Sieg eine Frage der Ehre. «Wir haben eine Verantwortung gegenüber den anderen Teams», sagte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld: «Sie hätten die Punkte gegen andere Teams holen müssen.»

Dies gilt auch für Hansa Rostock, das Bayer Leverkusen mit 1:2 unterlag und mit dem in die Kritik geratenen Trainer Frank Pagelsdorf und schmalen Budget ebenfalls die rasche Rückkehr ins Oberhaus anstrebt. «Wir haben schon einmal bewiesen, dass wir den Weg zurück in die Bundesliga packen können», meinte Hansa-Vereinschef Dirk Grabow. Zuletzt war Rostock 2005 abgestiegen. Die in die Krise geratene Werkself vom Rhein ist mit dem Erfolg wieder auf Platz vier geklettert und führt die Finalisten-Runde der UEFA-Cup-Rivalen an.

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«So eine Situation kann man sich als Fan nur wünschen, und wir sind sehr froh, noch mitten drin zu sein», sagte der erleichterte Bayer-Trainer Michael Skibbe, der von den Fans erneut «Raus»-Rufe zu hören und von seinem Sportdirektor Rudi Völler im DSF-«Doppelpass» Rückendeckung bekam: «Wir werden hoffentlich noch lange mit Michael Skibbe zusammenarbeiten.» Die Leverkusener können mit einem Erfolg gegen Bremen, das im Gegensatz zur Werkself beim 6:1 gegen Hannover 96 in Gala-Form aufspielte, aus eigener Kraft das Europacup-Ticket buchen.

Auch der HSV, der mit dem 0:2 Energie Cottbus den Klassenverbleib bescherte, kann gegen den Karlsruher SC das Zittern um den UEFA-Cup- Einzug beenden. «Für so eine Leistung müssen wir uns schämen. Es ist ein Wunder, dass wir noch Fünfter sind», schimpfte jedoch HSV-Kapitän Rafael van der Vaart. «Das nächste Spiel müssen wir gewinnen, sonst haben wir es nicht verdient», forderte Hamburgs Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Schließlich lauern der VfL Wolfsburg (4:0 gegen den VfB) und Ex-Meister Stuttgart nur auf einen Fehltritt der Hanseaten.

Die Schwaben haben deshalb nichts gegen die Arminia aus Bielefeld zu verschenken, die mit dem höchst unglücklichen 2:2 gegen Borussia Dortmund nun wieder in größter Abstiegsnot sind. «Matchball vergeben - das ist bitter», sagte Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick. Zum großen Pechvogel war Bielefelds Keeper Rowen Fernandez avanciert, der einen Latten-Freistoß von Alexander Frei (83.) mit dem Kopf zum 2:2 ins eigene Tor lenkte. «Wir können es immer noch aus eigener Kraft schaffen», hofft Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch.

Der 1. FC Nürnberg, zwei Punkte hinter Bielefeld auf Platz 16, muss deshalb auf die Schützenhilfe des VfB bauen und einen Sieg gegen Schalke schaffen. «Jetzt haben wir gegen Schalke ein echtes Endspiel. Ich bin von unserem Klassenerhalt überzeugt», sagte «Club»-Trainer Thomas von Heesen.

Für die Königsblauen geht es ebenfalls um enorm viel: Der direkte Einzug in die Champions League wäre die Garantie für Einnahmen in zweistelliger Millionen-Höhe. «Nürnberg muss gewinnen, wir müssen gewinnen. Das wird ein interessanter Spieltag», brachte es Schalke- Manager Andreas Müller nach dem schwachen 1:0 gegen Eintracht Frankfurt auf den Punkt. Die Bremer, denen wohl schon ein Remis zur Vizemeisterschaft reichen würde, erwarten auch in Leverkusen größten Widerstand. «Da wird nächste Woche nicht mit Wattebäuschchen geworfen», erwartet Bremens Sportdirektor Klaus Allofs.»

dpa

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