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Daum: Mission erfüllt, Zukunft offen

Köln - Die Mission Aufstieg ist erfüllt, die Zukunft von Christoph Daum als Trainer des 1. FC Köln völlig offen.

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Der grenzenlosen Euphorie der Fans und Spieler zum Trotz: Fußball-Lehrer Daum wollte nicht offenbaren, ob er zu seinem Vertrag steht und den Wieder-Erstligisten auch in der Saison 2008/2009 betreut. «Ich werde erstmal alles sacken lassen. In der Stunde des Erfolgs werden oft die tollsten Sachen verkündet», sagte der 54-Jährige. «Zeitnah» wolle er sich mit den FC-Verantwortlichen zusammensetzen, «aber ob das diese Woche ist oder am 19. Mai nach dem letzten Spiel, das kann ich jetzt nicht mit Sicherheit sagen».

«Sacken lassen»

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Kölns Trainer Christoph Daum gönnt sich ein Pause.

Aber eines konnte Daum nach dem 2:0 gegen den FSV Mainz 05 und der vorzeitigen vierten Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs mit absoluter Gewissheit verkünden: «Wir sind die großen Sieger, wir können feiern.» Das taten sie dann auch. Hunderte stürmten den Rasen, ließen die Spieler hochleben, Tausende kamen auf den Kölner Ringen zu spontanen Freudenkundgebungen zusammen, Autokorsos bewegten sich durch eine Stadt, in der «König Fußball» die Regentschaft übernahm. «Jeder sieht, was sich hier abspielt. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, toll, beim 1. FC Köln zu sein», sagte Daum bewegt.

An diesem Tag des Triumphe wollte Daum, seit dem 27. November 2006 wieder beim Traditionsclub tätig, das Zugehörigkeitsgefühl einfach nur genießen, die persönliche Genugtuung auskosten und nach der «absoluten Knochenmühle zweite Liga» den Moment festhalten: «Ich hoffe, dass ein paar Glücksgefühle aufkommen, die unauslöschlich sind.» Für FC-Präsident Wolfgang Overath soll der aktuelle Erfolg in der Erstklassigkeit zementiert werden. «Der FC hat die Aufgabe, in der ersten Liga zu spielen. Wir gehören zu den Top-Clubs in Deutschland», sagte der 64-Jährige, nachdem der Libanese Roda Antar mit seinem Tore-«Doppelpack» (22./66. Minute) vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Kölner WM-Stadion den Aufstieg gegen den Mitkonkurrenten Mainz perfekt gemacht hatte.

Daum wollte sich nicht mit rot-weißer Gefühlsduselei aufhalten. Er dachte schon weiter, trat als Mahner auf: «Die Realität wird einige schnell einholen, sowohl bei den Spielern wie auch im Verein.» Unabhängig davon, ob Daum oder ein Nachfolger an der Erstliga- Wirklichkeit beteiligt sein werden, wissen alle rund um das Geißbockheim, dass viel in die Qualität der Mannschaft investiert werden muss. Das Sturm-Topduo der Liga, Patrick Helmes und Milivoje Novakovic, fällt auseinander. Helmes wechselt auf die andere Rheinseite nach Leverkusen. «Er hat etwas Großartiges hinterlassen», gab Daum dem Nationalstürmer mit auf den Weg.

Die Kölner Profis waren wie ihre Anhänger völlig aus dem Häuschen. «Ich könnte heulen, es ist unglaublich, es ist ein Traum», meinte Marvin Matip. Helmes verspürte eine «riesige Erleichterung, dass es geschafft und der FC wieder da ist, wo er hingehört». Torhüter Faryd Mondragon weinte noch lange Minuten nach dem Schlusspfiff Freudentränen, Routinier Matthias Scherz freute sich über die «sensationelle Stimmung» und stellte fest: «Das ist ein Aufstieg für die ganze Stadt.»

dpa

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