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Abstiegs-Fernduell zwischen Arminia und dem «Club»

Düsseldorf - Es ist das ultimative Finale im Kampf gegen die Zweitklassigkeit. In einem ostwestfälisch-fränkischen Fernduell ermitteln Arminia Bielefeld und der 1. FC Nürnberg den dritten Absteiger aus der Fußball-Bundesliga.

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«Es geht ums Überleben», schildert Nürnbergs Verteidiger Andreas Wolf die Folgen der Alles- oder-nichts-Auseinandersetzung, bei der die Nerven der Protagonisten bis zum Zerreißen angespannt sein werden.

Abstiegsgefährdet

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Thomas von Heesen bereitet das Training in Nürnberg vor.

Der Ausgang des Fernduells ist eine Gleichung ohne Unbekannte: Gewinnt Bielefeld beim entthronten Meister VfB Stuttgart, bleibt die Arminia (33 Punkte) in jedem Fall erstklassig. Bei einem Remis oder einer Niederlage sind die Ostwestfalen auf die Hilfe des FC Schalke 04 angewiesen, der beim «Club» (31 Punkte) noch um die direkte Champions-League-Qualifikation fightet. Bei einem Bielefelder Remis und einem gleichzeitigen Erfolg des letztjährigen Pokalsiegers Nürnberg würde die bessere Tordifferenz (Nürnberg minus 14, Bielefeld minus 25) den Ausschlag zu Gunsten der Franken geben. Dann gebührt der zweifelhafte Titel «Rekordabsteiger» allein den Ostwestfalen.

Die Trainer sind sich einig. «Wir bleiben drin» - so lautet die Botschaft von Arminia-Coach Michael Frontzeck und Nürnbergs Chef- Übungsleiter Thomas von Heesen, der als Spieler, Manager und Trainer zwölf Jahre in Bielefeld aktiv war und nun mit dem «Club» dafür sorgen will, dass sein langjähriger Arbeitgeber zum siebten Mal in die 2. Liga muss. Letztmals mussten beide Vereine 2003 gemeinsam den Gang in die Unterklassigkeit antreten.

Die Ereignis-Dramaturgie soll den «Club»-Spielern vorenthalten werden. Während der entscheidenden Partie gegen Schalke werden auf den Anzeigetafeln in Nürnberg keine Zwischenstände von den anderen Begegnungen gezeigt. «Jetzt müssen wir auf keine Einblendungen achten. Unsere klare Marschroute ist, das Spiel zu gewinnen», sagte von Heesen. In Stuttgart, wo der VfB seine letzte UEFA-Cup-Chance beim Schopfe packen will, wird erst am Spieltag über solch eine Maßnahme entschieden.

Die Franken bereiten sich hinter verschlossenen Türen auf das «Finale» vor. «Wir machen aber nichts Übertriebenes oder Aktionistisches», betonte von Heesen vor der Fahrt ins Kurz- Trainingslager nach Herzogenaurach. Ein Grillabend sollte das Gemeinschaftsgefühl fördern. Bielefeld reiste bereits zwei Tage vor dem Saison-Ausklang nach Esslingen in die Nähe von Stuttgart.

Frontzeck will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es dürfe nur ganz nebenbei interessieren, «was links und rechts passiert». Er schlafe nach wie vor gut, sagte der 44-Jährige, und fügte in der ihm eigenen Gelassenheit an, worauf es allein ankommt: «Nerven behalten und ein gutes Auswärtsspiel machen.»

dpa

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