Freitag, 16. Mai 2008 / 10:35 Uhr
Frankfurt/Main - Der 1. FFC Frankfurt möchte den FC Bayern München übertrumpfen und mit dem Gewinn des UEFA-Pokals den zweiten Schritt zum angestrebten Triple machen.
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Nach 2002 und 2006 wollen die Fußballerinnen aus der Bankenmetropole zum dritten Mal Europas Fußball-Thron besteigen und zum alleinigen Rekord-Gewinner des erst sechs Jahre alten Wettbewerbs avancieren. «Das Triple ist unser Ziel, darauf arbeiten wir hin», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich vor dem Final-Hinspiel des DFB-Pokalsiegers und Bundesliga- Spitzenreiters bei Umea IK. Die Entscheidung fällt am 24. Mai in der Frankfurter WM- Arena. «Wir kämpfen um ein gutes Ergebnis, ein Tor sollte uns gelingen», erklärte Trainer Hans-Jürgen Tritschoks.
Die besten beiden Clubs-Teams des Kontinents dominieren den Wettbewerb seit der Einführung in der Saison 2001/02 und holten jeweils zweimal den Pott. Umea steht bereits zum fünften Mal im Endspiel, für die Frankfurterinnen ist es die vierte Teilnahme. Nur Turbine Potsdam (2005) und Arsenal London (2007) konnten die Dominanz durchbrechen. «Wenn die erfolgreichsten europäischen Vereinsmannschaften mit ihrem großen spielerischen Potenzial aufeinandertreffen, erwarte ich attraktive Partien auf höchstem Niveau», sagte Tritschoks.
Das Festival von Nationalspielerinnen wird durch das Duell der beiden derzeit besten Fußballerinnen auf dem Globus gekrönt. In den Reihen des schwedischen Meisters steht die brasilianische Weltfußballerin Marta, bei Frankfurt schwingt Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, die 2003, 2004 und 2005 zur Weltfußballerin gekürt wurde, den Taktstock. Die 22-jährige Marta, deren Stern bei der Weltmeisterschaft 2003 aufging, gilt als Individualistin, die mit ihren unberechenbaren Dribblings jede Abwehr narren kann. Prinz ist das genaue Gegenteil. Sie stellt ihre Athletik, Dynamik und Übersicht ganz uneigennützig in die Dienst der Mannschaft.
Tritschoks sieht sein Team nach zwei Bundesliga-Niederlagen rechtzeitig wieder in Form gekommen. Das 4:0 am Pfingstmontag gegen Potsdam war Ausdruck der neu gewonnenen Frische. «Das gibt uns Auftrieb. Alle haben an einem Strick gezogen, um aus dem Tal herauszukommen», lobte der Hochschuldozent. Die Durststrecke war für Tritschoks dem «mörderischen Terminplan» geschuldet. «Wir haben eine Vierfach-Belastung mit Bundesliga, Pokal, UEFA-Cup und Nationalmannschaft, da kann der Akku schon mal leer sein. Die Spielerinnen haben keine Pause. In Schweden hat die Saison gerade erst begonnen. Aus dieser Warte wird es für uns eine besonders schwere Aufgabe», erklärte Tritschoks, der das Traineramt beim FFC zum Saisonende abgibt.
dpa
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