Freitag, 16. Mai 2008 / 14:21 Uhr
Madrid - 48 Stunden vor dem Anpfiff des letzten Spieltags in der spanischen Fußball-Liga musste der Meister Real Madrid wegen eines Spielerstreiks beim Kehraus-Gegner UD Levante weiter um seine Titelfeier bangen.
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Die Fußballer des Absteigers Levante hielten an ihrem Streikbeschluss fest und boykottierten auch das Training. «Es ist absolut nicht absehbar, was am Sonntag geschehen wird», sagte Levantes Trainer José Angel.
Die Spieler des Tabellenletzten hatten beschlossen, aus Protest gegen das Ausbleiben ihrer Gehälter zu streiken und zu der Partie im Bernabéu-Stadion nicht anzutreten. Real will bei dem Spiel seinen 31. Meistertitel feiern. Der Club von Trainer Bernd Schuster erwog, notfalls ein Freundschaftsspiel gegen ein anderes Team auszutragen.
Nach Berichten der Sportpresse könnte Levante solche Pläne vereiteln und bei Real Madrid mit der - vom Regelwerk vorgeschriebenen - Mindestzahl von sieben Spielern antreten. Einer der Fußballer könnte dann eine Verletzung vortäuschen, was den Schiedsrichter zum Abbruch der Partie zwänge. Auf diese Weise könnten die Spieler von Levante sich mit ihrem Protest «in der ganzen Fußballwelt Gehör verschaffen», schrieb das Sportblatt «As».
UD Levante hatte seinen Profis in den vergangenen zwei Jahren nur einen Bruchteil der Gehälter gezahlt. Nach Presseberichten ist der Club den Spielern insgesamt 13 Millionen Euro schuldig. Für die Tabelle der Primera División ist die Partie unbedeutend: Real steht bereits als Meister und Levante als Absteiger fest.
dpa
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