Sonntag, 18. Mai 2008 / 11:13 Uhr
München - Tore, Tore, Tore - Luca Toni erfüllte seinen Job beim FC Bayern München auf Anhieb wie kein Torjäger seit «Bomber» Gerd Müller. In 46 Pflichtspielen traf der Weltmeister aus Italien 39 Mal - mit 24 Treffern wurde er unangefochten Torschützenkönig.
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Und die nächste Herausforderung wartet schon: «Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Champions League», sagte der 30-Jährige, der noch nie in Europas Königsklasse mitspielen durfte und als erster Profi des FC Bayern in seiner ersten Saison beim Rekordmeister vor Nationalstürmer Mario Gomez (VfB Stuttgart/19) die Nummer 1 in Deutschlands höchster Spielklasse wurde.
Der Vergleich mit Müller sei «eine sehr große Ehre» für ihn, sagte Toni: «Gerd Müller hat Fußballgeschichte geschrieben, und auch in Italien kennt ihn jedes Kind», sagte der Mann mit dem Spitznamen «Il Bomber». Nicht nur die Anzahl der Tore, zu denen sich noch zwölf Vorlagen gesellten, macht den Gegnern Angst und Bange. In steter Regelmäßigkeit erzielte der Stürmer mit der viel gelobten «Winner»- Mentalität 16 Mal das so wichtige 1:0 auf dem Weg zu seinen ersten Vereins-Titeln. So oft schaffte das seit «kleines dickes Müller» keiner mehr.
Nie zuvor hat ein Spieler in seiner ersten Saison für den Rekordmeister so viele Tore erzielt, kein Müller, kein Karl-Heinz Rummenigge, kein Jürgen Klinsmann, kein Giovane Elber, kein Roy Makaay. Wie heiß der elf Millionen Euro Toni auf das Tore schießen ist, stellte er beim 4:1 gegen Hertha BSC wieder unter Beweis. Als fast alle anderen noch mit den Gedanken bei der emotionalen Ehrung von Oliver Kahn und Ottmar Hitzfeld waren, schlug Toni nach drei Minuten mit dem ersten von drei Toren in diesem Spiel zu: Sein zweiter Dreierpack in der Bundesliga.
Zwei Treffer pro Spiel gelangen dem UEFA-Cup-Torschützenkönig in dieser Spielzeit viermal in der Liga. «Liebe machen und Tore schießen sind die schönsten Dinge, die Gott uns gegeben hat», sagte der Frauenschwarm, der nach Toren immer am rechten Ohr schraubt. «Avete Capito», habt ihr das verstanden?, heißt die Geste, die mittlerweile schon Liga-Kult ist.
Eigentlich könnte er mit allem zufrieden sein, nur an einem kritisiert Toni herum: Feiern könnten die Deutschen nicht. Daher hat er die Mannschaft schon zur Nachhilfe-Party in sein Strandbad an die Adria eingeladen: «Uli Hoeneß kann die Flüge bezahlen, den Rest übernehme ich.» Doch Mitspieler Bastian Schweinsteiger hat eine viel bessere Idee: «Bei der Europameisterschaft werden wir ihm nach dem Finale zeigen, wie wir Deutschen feiern können.»
dpa
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