Sonntag, 18. Mai 2008 / 13:21 Uhr
Frankfurt/Main - Erst feierten Mannschaft und Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 4:2 (3:0) gegen Absteiger MSV Duisburg mit ihren Fans eine rauschende Party, dann ging es zum fröhlichen Saisonausklang auf die Ferieninsel Mallorca.
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Durch den ersten Sieg seit sieben Spielen schoben sich die Hessen am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 46 Punkten noch auf den neunten Tabellenplatz und übertrafen die angepeilte Marke um einen Zähler. «Ein Riesen- Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat Großartiges geleistet und alle Saisonziele erreicht. Mehr geht nicht. Ich bin sehr, sehr zufrieden», lobte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel.
Auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen war glücklich, dass «alles so gekommen ist wie wir uns das gewünscht haben». Mit der besten Platzierung seit dem Wiederaufstieg vor drei Jahren hat sich die einst als «launische Diva vom Main» bezeichnete Eintracht in der Bundesliga als feste Größe etabliert. Nur die Hoffnung auf den Einzug in den UEFA-Cup durch die Hintertür Fairplay-Wertung erfüllte sich nicht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) teilte mit, dass Hertha BSC den zusätzlichen Platz erhält. «Wir akzeptieren diese Entscheidung», sagte Bruchhagen.
Im letzten Saisonspiel bot die Eintracht vor 49 500 Zuschauern teilweise eine Gala und wurde für ihre spielerisch ansprechende Leistung schon während der Partie mit der La-Ola-Welle gefeiert. Ioannis Amanatidis (13.), Martin Fenin (15./38.) und Marcel Heller (78.) drückten mit ihren Treffern die Überlegenheit auch zahlenmäßig aus. «Es gibt nichts besseres, als die Saison so abzuschließen. Alle haben toll gearbeitet und sich als verschworene Einheit präsentiert», zog Kapitän Amanatidis ein zufriedenes Fazit.
Der doppelte Torschütze Fenin war nach dem Ende seiner 1169 Minuten anhaltenden Durststrecke ebenfalls glücklich. «Ich bin sehr erleichtert. Jetzt bin ich mit dem halben Jahr zufrieden», sagte der in der Winterpause vom FK Teplice verpflichtete Angreifer. Fenin hatte zuletzt am 8. Februar beim 2:1 gegen Arminia Bielefeld getroffen.
Die Gegentore von Claudiu Niculescu (59.) und Markus Daun (86.) taten den Hessen nicht weh. «Wir haben das Spiel offen gestaltet, aber Frankfurt hat phasenweise hervorragend gespielt. Bei uns war die Luft raus», befand MSV-Coach Rudi Bommer. Funkel hatte dagegen allen Grund zur Freude. «Die Mannschaft hat gefightet, toll gespielt und schöne Tore geschossen. Ich freue mich, dass wir uns mit einem Sieg in den Urlaub verabschiedet haben», sagte der 54-Jährige.
Als der Flieger in Richtung Mallorca abhob, waren die Protagonisten des Sieges jedoch nicht mit an Bord. Amanatidis jettete bereits am Samstagabend zum EM-Treffpunkt von Europameister Griechenland nach Athen. Fenin reiste nach der Partie mit dem Auto nach Hause, wo er sich in den kommenden Tagen mit der Auswahl Tschechiens auf die EM vorbereitet. «Es ist für mich ein Traum, dort dabei zu sein», sagte der 21-Jährige.
Glück im Unglück hatte Markus Weissenberger, der vor der Partie nach vier Jahren in Frankfurt feierlich verabschiedet wurde. Der österreichische Nationalspieler zog sich nach einer halben Stunde einen kleinen Faserriss im linken Hüftbeugemuskel zu. «Das ist nicht viel und stimmt mich zuversichtlich. Im ersten Moment hatte ich befürchtet, es könnte etwas Schlimmeres sein», meinte der 33-Jährige. «Wenn er die EM verpassen würde, wäre das ganz bitter», sagte Funkel, der zum Abschied auch für den Gegner tröstliche Worte fand: «Ich wünsche dem MSV den sofortigen Wiederaufstieg.»
dpa
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