Sonntag, 18. Mai 2008 / 10:35 Uhr
Leipzig - Die Entscheidungen reifen in der Fußball-Regionalliga Süd. Der FC Ingolstadt steht kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nach einem 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München II halten die Oberbayern sich mit drei Punkten Vorsprung zum FSV Frankfurt an der Tabellenspitze.
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Auch für den Verfolger und Regionalliga-Aufsteiger Frankfurt sind die Chancen auf den Durchmarsch nach einem 2:1 in Elversberg hervorragend. Am kommenden Samstag kommt es in Frankfurt zum Gipfeltreffen. Die 2. Liga im Blick hat aber auch noch der viertplatzierte SV Sandhausen nach einem 3:0- Erfolg bei Hessen Kassel.
Nach der ersten Halbzeit sah es in Ingolstadt noch nach einer Niederlage aus. «Wollt ihr aufsteigen oder habt ihr Angst», hatte Trainer Thorsten Fink sein Team in der Pause provoziert. «Die Mannschaft war gehalten, hatte Angst vor dem Aufstieg. Sie haben nicht mehr mit Leidenschaft und Freude gespielt, sondern wollten die Partie nur noch zuende bringen», kommentierte er die Zurückhaltung. Sollte Ingolstadt aufsteigen, spielt der FC zum ersten Mal in seiner jungen Vereinsgeschichte in der 2. Bundesliga. Beim Schlusspfiff jubelten die Fans bereits in Aufstiegslaune. Doch bei einer Niederlage in Frankfurt kann es noch einmal spannend werden.
Der VfR Aalen hat dagegen seine Chancen auf die 2. Liga mit einer 0:1-Niederlage in Pfullendorf so gut wie vergeben. Marco Calamita bescherte dem Tabellenvorletzten durch einen verwandelten Foulelfmeter den überraschenden Sieg. «Aus meiner Sicht war es kein Foul», sagte Aalen-Trainer Edgar Schmitt verbittert. «In der zweiten Halbzeit haben wir dann zu wenig Fußball gespielt.» Die Tabellensituation hat jedoch mehr Ursachen als dieses Spiel. «Man müsste primär die Dinge intern regeln», spielte er auf Unstimmigkeiten in der Vereinsführung an. Schmitt sei eine Vertragsverlängerung versprochen worden, die es bislang nicht gegeben hat. «Dabei hat meine Mannschaft mit mir eine fantastische Vorrunde gespielt», begründete er seine Enttäuschung.
Eine herbe 0:3-Niederlage steckte überraschend auch Jahn Regensburg gegen den SSV Reutlingen im Qualifikations-Kampf für die 3. Liga ein. «Wir haben es Reutlingen leicht gemacht und rasch zwei Gegentore kassiert. So sind wir als verdienter Verlierer vom Platz gegangen», kommentierte Trainer Günter Güttler die Partie. «Wir werden aber trotzdem unser Ziel, die 3. Liga, erreichen», ergänzte er optimistisch. Der Reutlinger Fußball-Lehrer Peter Starzmann sagte ebenso selbstbewusst: «Wir haben sehr viel in die erste Halbzeit investiert und den Grundstock für den verdienten Sieg gelegt. Wir werden, was nicht mehr möglich erschien, den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen.»
dpa
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