Sonntag, 18. Mai 2008 / 13:48 Uhr
Moskau - Entwarnung bei Michael Ballacks FC Chelsea: Kapitän und Abwehrchef John Terry (Ellbogenschmerzen) und Stürmer-Star Didier Drogba (Knieprobleme) meldeten sich rechtzeitig vor dem Champions-League-Finale gegen Manchester United wieder fit.
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Für Ballack «beruhigende Nachrichten» auf seiner Mission, am 21. Mai in Moskau endlich den ersten internationalen Titel seiner Karriere einzufahren. Dafür sorgte die Unklarheit um die Zukunft von Trainer Avram Grant für unnötige Unruhe vor dem Fußball-Gipfel im Luschniki-Stadion. Club-Eigentümer Roman Abramowitsch stellte dem Coach aus Israel nach persönlichen Gesprächen selbst im Erfolgsfalle keine Job-Garatie für die nächste Saison aus.
Englands Meister «ManU» geht die Gala in der russischen Hauptstadt mit Gelassenheit und ohne Verletzungssorgen an. Die letzte Niederlage der «Red Devils» am 26. April in der Premier League ausgerechnet beim 1:2 gegen Chelsea, durch Doppel-Torschütze Ballack besiegelt, lässt das Team von Sir Alex Ferguson völlig kalt. Auch die Wechselgerüchte um seinen portugiesischen Lieblingsschüler Cristiano Ronaldo, mit 31 Treffern Englands Top-Torjäger stören ihn nicht. «Wir reisen mit der Euphorie des Titels nach Moskau», sagte der 66 Jahre alte Schotte. «Chelsea hat ein erfahrene Mannschaft, aber wir haben eine Sieger-Mentalität in großen Spielen, und das wird uns helfen.»
Neun Jahre nach dem letzten Gewinn der europäischen Glamour-Liga, 1999 beim dramatischen 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Bayern München, sind immer noch vier Akteure von damals dabei. Mittelfeld-Motor Paul Scholes, 1999 im Finale gesperrt, der unverwüstliche Ryan Giggs und die beiden Abwehrspieler Gary Neville und Wes Brown. «Wir haben selbst soviel Klasse in unseren Reihen. Mir ist nicht bange», meinte Chelseas Trainer Grant.
Moskau stimmte sich unterdessen mit einer Festveranstaltung auf dem Roten Platz auf das Spektakel ein. Unter Polizeischutz wurde der 74 Zentimeter hohe und acht Kilogramm schwere Pokal in einen Pavillon unweit des Kremls gebracht. Abseits der Feierlichkeiten probte die Moskauer Polizei bereits den Ernstfall und bereitet sich intensiv auf die britische Invasion mit knapp 50 000 Fans vor. Eine Sondereinheit der russischen Sicherheitskräfte soll im Stadion sogar schon mehrfach den Einsatz gegen mögliche Rowdys auf den Rängen geübt haben. Um eine Eskalation der Gewalt wie beim UEFA Cup-Finale in Manchester zu verhindern, wurden sogar britische Polizisten eingeflogen.
dpa
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