Mittwoch, 21. Mai 2008 / 20:17 Uhr
Cottbus - Fußball-Bundesligist FC Energie Cottbus hat das Geschäftsjahr 2007 mit einem Rekord-Gewinn von neun Millionen Euro vor Steuern abgeschlossen.
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«Wir haben mit dem Klassenerhalt in der Bundesliga nicht nur unser sportliches Ziel erreicht. Wirtschaftlich betrachtet, feierte der FC Energie das erfolgreichste Jahr seiner Vereinsgeschichte», sagte Präsident Ulrich Lepsch auf der Jahreshauptversammlung in Cottbus. Die Einnahmen hätten gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent zugenommen, die Aufwendungen seien nur um 40 Prozent gestiegen. «Wir können erstmals seit zehn Jahren wieder ein positives Vereinsvermögen bilanzieren», erklärte Lepsch. Die Lizenz für die kommende Spielzeit hatte Energie ohne Auflagen erhalten.
Präsident Lepsch (l) steht am vorletzten Spieltag neben Trainer Prasnikar (m) und Kapitän Rost.
Der Präsident hob die Leistung des Teams und des Trainerstabes hervor: «Die Mannschaft hat sich unter Bojan Prašnikar enorm weiterentwickelt und immer an ihre Fähigkeiten geglaubt.» Kritik übte er an der Entwicklung eigener Talente: «Dafür, dass wir so viel Geld in die Nachwuchs-Förderung stecken, kommt da zu wenig raus.» In die kommende Saison geht Energie mit einem Gesamtetat von 23 Millionen Euro. «Der Klassenerhalt ist dabei erneut unser Ziel», sagte Lepsch.
Der Präsident versprach, weiter in die Mannschaft zu investieren. Leistungsträger sollten gehalten und das Team auf wenigen Positionen gezielt verstärkt werden. Im vergangenen Jahr seien drei Millionen Euro für Ablösen ausgegeben worden, so viel wie noch nie. «Aber Vereine wie Stuttgart, die im Vorjahr für den relativ unbekannten Rumänen Marica acht Millionen bezahlt haben, machen uns sogar in Osteuropa die Preise kaputt», sagte er. «Und dieser FC Balkan- Vorwurf, der immer mal wieder kommt, ist lächerlich. Dann ist Hamburg der FC Afrika.» Investieren will Energie auch in die Infrastruktur. Der Bau einer Südtribüne sei in der Vorbereitung, zudem solle die medizinische Abteilung ausgebaut werden. Der brasilianische Verteidiger Vragel da Silva hat zudem seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.
dpa
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