Samstag, 24. Mai 2008 / 17:04 Uhr
Brüssel - In Brüssel haben sich einheimische Fußballfans und Jugendliche ausländischer Herkunft heftige Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Bei den gewalttätigen Zusammenstößen wurden in Brüssel 14 Polizisten und 12 Unruhestifter verletzt.
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Die Polizei nahm nach Angaben der Staatsanwaltschaft 193 vor allem junge Menschen vorläufig fest. Sie wurden im Laufe der Nacht aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Bereits eine Woche zuvor war es nach einem Fußballspiel im Stadtteil Anderlecht zu Konflikten zwischen dortigen Jugendlichen und Fans gekommen.
Am Freitag folgten die Jugendlichen einem Aufruf im Internet, der sie zur Auseinandersetzung mit Anhängern des Fußballclubs RSC Anderlecht aufgefordert hatte. Die Polizei versuchte, die gewaltbereiten Teilnehmer beider Seiten mit Wasserwerfern und Pfefferspray auseinanderzuhalten. Etwa 150 bis 200 teilweise berittene Beamte waren im Einsatz. Dem Rundfunksender VRT zufolge gingen zunächst die Fußballfans auf eine Gruppe Jugendlicher nordafrikanischer Abstammung los.
Die Unruhestifter zerstörten Telefon- und Wartehäuschen, schlugen Schaufensterscheiben ein und beschädigten Autos. Vier Metrostationen wurden wegen der Unruhen gesperrt. Die Polizei nahm vor allem Jugendliche fest, die mit Steinen geworfen haben sollen. Die Fahnder analysieren nun Kameraaufnahmen. «Anhand der Bilder können wir identifizieren, wer welche Taten begangen hat, und diese Menschen werden dann auch verfolgt», sagte Isabelle Soenen von der Brüsseler Staatsanwaltschaft. Zwei Polizisten waren einem Sprecher zufolge am Samstag wegen schwerer Verletzungen noch in ärztlicher Behandlung.
dpa
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