Sonntag, 25. Mai 2008 / 10:27 Uhr
Leipzig - Rot-Weiß Ahlen macht es spannend: Nach 15 Spielen hat der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Nord die erste Niederlage erlitten. Gegen Eintracht Braunschweig musste sich das Team von Trainer Christian Wück mit 0:1 beugen und vertagte damit theoretisch die Aufstiegsentscheidung.
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Praktisch zweifelt am Sprung nach oben freilich keiner mehr. Wirklich bangen muss dagegen als Zweitplatzierter Rot-Weiß Oberhausen, der sich von Rot-Weiß Erfurt 0:0 trennte und auf Verfolger Fortuna Düsseldorf vor dem Saison- Halali nur noch zwei Punkte Vorsprung hat. Und selbst der 1. FC Union Berlin hat nach einem 7:3-Erfolg beim VfB Lübeck noch eine kleine Chance.
«Wir hatten uns das anders vorgestellt», sagte Ahlens Trainer Wück, «aber was wir erreicht haben, wurde von den Zuschauern schon honoriert.» Die Feier haben die Ahlener aber nochmals um eine Woche verschoben. Oberhausen vergab ebenfalls eine Matchball. «Ich hatte mehrere Dinger auf dem Fuß, wir hätten alles klar machen können», bedauerte Oberhausens Torjäger Mike Terranova nach dem torlosen Remis gegen Erfurt.
Fortuna Düsseldorf wahrte die Aufstiegschance durch ein 2:0 gegen den SV Babelsberg. Axel Lawarée scheiterte zunächst mit einem Foulelfmeter an Torwart Carsten Busch, sorgte dann aber für die entscheidenden Treffer. Fortuna-Coach Norbert Meier freute sich über das weiterhin offene Tor zur zweiten Liga und sagte: «Wir sind noch im Geschäft.» Unions Trainer Uwe Neuhaus war nach dem Erfolg in Lübeck zufrieden. «Jedes Tor zählt, vielleicht schaffen wir es ja noch», hofft Neuhaus vor der abschließenden Heimpartie gegen Oberhausen.
Weiter im Qualifikationsrennen um die neue 3. Liga sind die Braunschweiger nach dem Sieg beim Spitzenreiter. «Es war ein Wechselbad der Gefühle», meinte Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht. «Die Jungs haben toll um ihre letzte Chance gekämpft.» Rot-Weiss Essen liegt nach einem 1:0-Sieg beim 1. FC Magdeburg einen Punkt vor Braunschweig und Magdeburg auf Platz zehn. «Es war schon fast ein Endspiel, das wir glücklich gewonnen haben», analysierte Essens Coach Michael Kulm. Magdeburgs Trainer Paul Linz wollte seinem Team keinen Vorwurf machen und sagte: «Wir haben sehr gut gespielt, aber eben die Tore nicht geschossen.»
Dynamo Dresden unterlag zu Hause gegen Werder Bremen II zwar mit 0:2, ist aber nicht mehr von einem Qualifikationsplatz zur neuen 3. Liga zu verdrängen. Ebenso überlebenswichtig war kurz zuvor der Mitglieder-Beschluss zur Satzungsänderung, der die Annahme eines städtischen Darlehens von 1,25 Millionen Euro ermöglicht.
dpa
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