Mittwoch, 28. Mai 2008 / 15:10 Uhr
München - Kroatien will mit sechs Bundesligaprofis EURO-Gastgeber Österreich den EM-Start verderben, Polen setzt beim Auftakt gegen Deutschland auf seine Europa-Legionäre und Österreich auf einheimische Spieler.
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Zehn Tage vor der Fußball-Europameisterschaft haben die deutschen Gruppengegner das Geheimnis um ihre endgültigen EM-Aufgebote gelüftet. Bei Österreichs Stürmer-Lotto zog Martin Harnik das große Los. Der Bremer Stürmer wurde neben Torhüter Ramazan Özcan von Aufsteiger Hoffenheim am Mittwoch von Teamchef Josef Hickersberger nominiert, während für Markus Weissenberger und Andreas Ibertsberger der EM-Traum geplatzt ist.
«Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagte ein glücklicher Harnik nach der Nominierung in Graz. Dem 20-Jährigen winkt sogar ein Stammplatz. «Er harmoniert sehr gut mit Roland Linz», begründete Hickerberger seine Wahl. Jubeln durfte auch Ramacan Özcan. Der 23 Jahre alte Schlussmann von Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim rückte als dritter Torwart ins EM-Team des deutschen Vorrundengegners, nachdem Helge Payer von Meister Rapid Wien krankheitsbedingt ausfällt.
Neben fünf anderen Spielern mussten auch Frankfurts Routinier Weissenberger und Hoffenheims Verteidiger Ibertsberger die Koffer packen. «Es macht keinen Sinn, einen nicht hundertprozentig fitten Spieler mitzunehmen», sagte Hickersberger zum Verzicht auf den verletzten Eintracht-Profi. «Es wird jetzt schwierig, die elf richtigen Spieler zu finden. Die Stimmung muss weiter so gut bleiben. Wir haben nur eine Chance, wenn wir uns pushen», betonte Co-Trainer Andreas Herzog.
Bei der EM-Generalprobe gegen Malta am Freitag in Graz soll die Elf auflaufen, die am 8. Juni mit dem Gruppenspiel gegen Kroatien in die Heim-EM startet. Am Samstag bestreitet Österreichs Auftaktgegner gegen Ungarn den letzten Test. Während sich seine Trainerkollegen mit dem Personal-Puzzle die Nacht um die Ohren schlugen, konnte sich Nationalcoach Slaven Bilic genüsslich zurücklehnen. Er hatte bereits am 5. Mai alle Fragen beantwortet und stellte am Mittwoch zufrieden fest: «Wir sind wahrscheinlich die einzige Mannschaft, deren erste Aufstellung sich am Ende bestätigt hat.»
Im Aufgebot stehen wie erwartet Robert Kovac, Mladen Petric (beide Dortmund), Josip Simunic (Hertha BSC), Ivan Rakitic (Schalke), Ivica Olic (HSV) und Ivan Klasnic (Bremen). Der frühere Bayern-Profi Niko Kovac wird das Team des England-Bezwingers als Kapitän anführen. Auf den Start gegen den Gastgeber freuen sich die Kroaten ganz besonders. «Die Österreicher sind nichts Besonderes», tönte Jungstar Luka Modric in der Zeitung «Vecernji List».
Polens Nationalcoach Leo Beenhakker schaffte mit der Streichung von drei «Unglücklichen» Klarheit über seinen Kader. Doch der Zustand der Mannschaft, am 8. Juni in Klagenfurt deutscher Auftaktgegner, gibt Rätsel auf. Der Niederländer lässt sich von den holprigen Testspielen gegen Mazedonien (1:1) und Albanien (1:0) aber nicht aus der Ruhe bringen: «Unsere Helden sind sehr müde. Wir sind weiter auf dem richtigen Weg.»
Der 65-Jährige dachte nicht eine Sekunde darüber nach, den seit Tagen wegen einer Oberschenkelzerrung pausierenden Dortmunder Jakub Blaszczykowski aus dem EM-Aufgebot zu streichen. Zu seiner Wunschelf zählen auch Wolfsburgs Mittelfeldspieler Jacek Krzynowek und der frühere Dortmunder Torjäger Ebi Smolarek.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Andi Möller: Der Basler, der ist eh doof.
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