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DFB-Junioren nehmen Maß für Schweden

Lübeck - Bundestrainer Joachim Löw muss nicht bange sein um den deutschen Fußball-Nachwuchs. Nach dem 4:0 (1:0) in Lübeck gegen Dänemark ist die U-21-Auswahl des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) seit knapp einem Jahr ohne Niederlage.

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Die deutschen Hoffnungsträger gehen nach dem zweiten 4:0-Erfolgen binnen fünf Tagen (zuvor Ukraine) in den verdienten Sommerurlaub, bevor im August zur entscheidenden Phase in der EM-Qualifikation geblasen wird. Noch drei Spiele (Moldawien, Nordirland, Israel) muss die in Gruppe 9 führende Mannschaft von Trainer Dieter Eilts erfolgreich absolvieren, dann ist der Weg in die sieben Playoff-Spiele frei, die über das Teilnehmerfeld bei der EM im nächsten Jahr in Schweden entscheiden. «Wir sind eine Klasse-Truppe, haben einen starken Zusammenhalt», schwärmte Torhüter Manuel Neuer.

U-21-Trainer

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Dieter Eilts konnte mit der U 21 erneut einen Sieg feiern.

Nachdem Marko Marin vorerst durch Löws EM-Raster gefallen ist, steht der Mönchengladbacher Mittelfeldspieler wieder ganz oben auf der Liste von Eilts für das U-21-Championat. «Ich hätte mich wahnsinnig gefreut, wenn er es zur EM geschafft hätte», sagte Eilts. «Aber er wird es verkraften.» Mit 19 Jahren ist der dribbelstarke Spieler noch lange für die U-21-Auswahl spielberechtigt. Nun kann sich der 1,68 Meter große Wirbelwind seinen EM-Traum eben eine Ebene tiefer verwirklichen. Mit sechs Partien in der Nachwuchs-Elf, in denen ihm ein Tor gelang, zählt er schon zum Stammpersonal. «Marko hat gezeigt, dass er Höhen und Tiefen meistern kann. Er hat tolle Spiele gemacht», lobte ihn Trainer Eilts.

Den DFB-Coach erfüllt aber sein gesamtes Team mit Stolz. «Die Mannschaft ist physisch sehr stark und hat einen guten Charakter. Kompliment, dass sie am Ende einer schweren Saison noch Tempo gehen kann.» Ein Sonderlob erhielt Torhüter Manuel Neuer. Der Schlussmann von Schalke 04 hat mehr als 60 Spiele in dieser Saison bestritten. «Das ist eine enorme mentale Anstrengung. Ich glaube, er ist froh, wenn er in den Urlaub gehen kann.»

Sportchef Helmut Schulte vom Zweitligisten FC St. Pauli, der ebenso wie HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer die deutschen Eleven aus der Nähe inspizierte, lobte die Entwicklung im Nachwuchsbereich. «Es zeigt sich, dass das seit 2000 gültige Konzept des DFB mit verbesserten Leistungszentren greift. In der Truppe ist richtig Qualität. Da wächst was zusammen», schwärmte Schulte und attestierte Stürmer Aaron Hunt von Werder Bremen, der das erste Tor gegen Dänemark erzielte, auffälligster Spieler auf dem Platz gewesen zu sein. Schulte schmunzelnd: «Den verpflichten wir zur neuen Saison.»

dpa

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