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Vogts-Premiere mit 0:1-Niederlage gegen Bosnien

Zenica - Ein Boykott der Fans sowie der meisten bosnischen Spieler und Medien hat Berti Vogts' Debüt als Fußball- Nationaltrainer Aserbaidschans stark getrübt.

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Doch trotz der 0:1-Niederlage seiner neuen Mannschaft im bosnischen Zenica war der deutsche Coach vom ersten Spiel unter seiner Regie recht angetan. «Ich bin trotz der Niederlage mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden», urteilte der ehemalige deutsche Nationalspieler und Bundestrainer. «Im Defensiv-Bereich haben wir einmal gepatzt, das wurde prompt bestraft. Wesentlich ist, dass die Fehler in unserem Spielaufbau deutlich wurden». Seine Spieler müssten an deren Beseitigung weiter arbeiten, sagte er dem aserbaidschanischen Internetportal «azerisport.com».

Schlechter Einstand

Foto: dpa Bild vergrößern

Bertis Vogts hat seinen Einstand als Trainer mit Aserbaidschan gegen Bosnien verloren.

Die Vogts-Premiere stand von vornherein unter keinem guten Stern. Denn neben 19 bosnischen Auswahlspielern hatten auch das Publikum und die meisten bosnischen Medien das Aserbaidschan-Spiel boykottiert. Der Protest erfolgte als Reaktion auf die Ablösung des bosnischen Nationalcoaches Meho Kodro. Dieser war entlassen worden, weil er sich geweigert hatte, gegen Iran zu spielen, da diese Partie ohne sein Wissen vom Verband vereinbart worden war.

Bosniens neuer Trainer Denijal Piric füllte seine Elf mit U-21-Spielern anstelle der streikenden Akteure auf, die lieber zu einem Benefizspiel unter dem Motto «Rettet den bosnischen Fußball» in Sarajevo vor ausverkauftem Stadion antraten. Dennoch gewann das B- Team der Balkan-Republik gegen die Vogts' Auswahl aus der Kaukasus- Republik durch den Treffer von Stevo Nikolic in der 72. Minute. Der Stürmer von Meister FK Modrica Maxima war 2007 beim 1. FC Kaiserslautern im Gespräch.

«Ich wünsche keinem Trainer zu erleben, was mir in den vergangenen Tagen geschehen ist», klagte Piric in der in Sarajevo erscheinenden Zeitung «Dnevni avaz». Die Akteure, die trotz des Boykotts angetreten waren, hätten anonyme Drohungen erhalten, und die wenigen Zuschauer riefen ihnen «Ihr habt euch verkauft» zu, schrieb das Blatt. Die Zeitung «Oslobodjenje» brachte einen sehr kurzen Bericht vom Spiel und titelte trefflich: «Mehr Polizisten als Zuschauer».

dpa

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