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Österreich setzt auf Hightech-Vorbereitung

Wien - Hypoxiekammer, Amisco Pro, sense wave und GPRS - mit den neuesten Errungenschaften aus Wissenschaft und Technik wollen Österreichs Fußballer die EM zu einer Erfolgsstory machen.

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Der deutsche Gruppengegner hat das Unternehmen EURO 2008 generalstabsmäßig durchgeplant und in der Vorbereitung Teamchef Josef Hickersberger alle Möglichkeiten an die Hand gegeben, um die im eigenen Land befürchtete Blamage zu verhindern. «Wir haben das Modernste, was am Markt üblich ist. Es ist Hightech pur», sagt Hickersberger, «programmieren kann man die Sensation jedoch nicht - aber wir haben die Rahmenbedingungen optimal gestaltet.»

Neue Wege

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Josef Hickersberger stehen für die EM die neuesten technischen Geräte zur Verfügung.

Weil sie den anderen nicht alles nachmachen wollten, setzten die Österreicher in der Vorbereitung auf neueste Technologien. Am Sonntag beim Turnierstart des EM-Gastgebers gegen Kroatien sollen sich die von der Regierung mit einem sechsstelligen Betrag unterstützten Investitionen auszahlen, Hickersberger ist allerdings ein bisschen skeptisch: «Ich weiß, dass wir neue Wege beschreiten, die teilweise noch nicht erforscht sind.»

Beim Lehrgang vor zwei Wochen in der Sportschule Lindabrunn stellte der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) der Mannschaft eine mobile Hypoxiekammer zur Verfügung. In dem rund 60 Quadratmeter großen Raum können Bedingungen wie in Höhenlage simuliert werden. Für die ÖFB-Kicker wurde der Sauerstoffanteil auf etwa 2500 Meter eingestellt. Hickersberger ist vom Erfolg des «Höhentrainings» überzeugt: «Mir ist versichert worden, dass es für die Regeneration positive Effekte gibt und die Durchblutung der Muskeln gefördert wird.»

Auch bei den Trainingsmöglichkeiten setzt der ÖFB auf innovative Technik. In Lindabrunn kam das Gleichgewichts-Trainingsgerät «sense wave» zum Einsatz. Mit Hilfe des Schwebesimulators können Fußballer insbesondere ihren Gleichgewichtssinn und ihre Koordination trainieren. «Die Aufgabe, den Körper permanent ins Lot zu bringen, ist eine spannende Herausforderung für jeden Spieler», sagte ÖFB-Physiotherapeut Michael Vettorazi.

In der Auswertung leistungsspezifischer Werte sind die Österreicher ebenfalls auf dem neuesten Stand. Während der Trainingseinheiten zeichnen Brustgurt und Pulsuhr die Herzfrequenz der Nationalspieler auf, mit dem GPRS-Messgerät werden Position und Geschwindigkeit ermittelt. Ein bis zwei Stunden später liegen die von Teamarzt Ernst Schopp ausgewerteten Ergebnisse vor. «Ich kann das Training perfekt steuern», sagt Hickersberger, der aber auch auf umfassende Informationen über die Gegner Zugriff hat. Seit Monaten läuft eine spezielles Scouting-System - Kroatien, Polen und Deutschland sind von den ÖFB-Trainer intensiv ausspioniert worden.

Für die Beobachtung des eigenen Teams greift der ÖFB auf das 50 000 Euro teure Spielanalyse-System «Amisco Pro» zurück. Acht Kameras wurden im Wiener Ernst-Happel-Stadion installiert, um jedes Länderspiel aus der Vogelperspektive überwachen zu können. Die Auswertung der Daten erfolgt im fernen Indien. «Für Spieler und Trainer ist das die absolute Wahrheit», meint Willi Ruttensteiner, der technische Direktor beim ÖFB. Einziges Problem: Während der EM müssen auf Anordnung der UEFA die acht Kameras ausgeschaltet bleiben.

dpa

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