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Russen ohne Sturmduo - Pogrebnjak operiert

Leogang - Hiobsbotschaft für Hiddink: Russlands niederländischer Trainer steht vor dem Start in die Fußball-EM ohne den Angriff von UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg da.

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Der verletzte Torjäger Pawel Pogrebnjak musste abreisen, um sich in München am linken Meniskus operieren zu lassen. Damit haben die hohen Hoffnungen der Russen schon vor der Auftaktpartie am 10. Juni in Innsbruck gegen Spanien einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Gegen die Iberer und auch gegen Griechenland ist zudem Andrej Arschawin gesperrt - das ist etwa so, als würden dem DFB-Team Miroslav Klose und Michael Ballack fehlen.

Ausfall

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Pawel Pogrebnjak kann nicht bei der EM stürmen.

«Das ist ein schwerer Rückschlag für die Mannschaft und vor allem für den Spieler. Er war sehr wichtig für uns, besonders nach dem, was er im UEFA-Cup geleistet hat. Er kann Tore schießen», sagte Coach Guus Hiddink über Pogrebnjak. Der 24-Jährige war neben Bayerns Luca Toni erfolgreichster Cup-Schütze. «Wir haben alles versucht, ihn fit zu bekommen, aber es war unmöglich. Es war seine Entscheidung, die Mannschaft zu verlassen», sagte Hiddink.

«Leider gab es kein Wunder. Es gibt keinen Grund, einen verletzten Spieler hierzubehalten», sagte Pogrebnjak, der schon vor dem Testspiel gegen Serbien am 28. Mai Schmerzen im linken Knie hatte, aber vor seiner frühen Auswechslung noch ein Tor schoss. Danach wurde in München ein Einriss im linken Meniskus festgestellt. Hiddink nominierte in Oleg Iwanow einen defensiven Mittelfeldakteur nach. Der 21-Jährige hatte zunächst nicht den Sprung in den Kader geschafft, war aber seit dem Trainingslager in Rottach-Egern beim Team geblieben.

Russlands Verbandspräsident und Sportminister Witali Mutko verbreitete am Sonntagnachmittag in Leogang dagegen ungebrochenen Optimismus und sprach sogar vom Endspiel, nachdem er zuletzt den Einzug ins Viertelfinale als Pflicht bezeichnet hatte. «Wir haben noch fünf Spieler von Zenit dabei. Unsere Mannschaft besteht aus sehr guten, jungen Spielern», begründete Mutko seine Zuversicht. «Wir sind genauso stark wie die Spanier», meinte er trotz der Ausfälle.

Pogrebnjak hatte am Freitagabend ein Lauftraining nach nur wenigen Minuten abbrechen müssen und Hiddink danach gebeten, ihn aus dem Kader zu nehmen. «Das Leben geht weiter. Je schneller ich operiert werde, desto besser für mich und alle anderen», sagte er am Samstagabend gedrückt. Dem im UEFA-Cup zehnmal erfolgreichen Stürmer entgeht binnen weniger Wochen der zweite Höhepunkt - was andererseits ein Hoffnungsschimmer für Hiddink ist. Ohne den Gelb-gesperrten Progrebnjak hatte Zenit St. Petersburg das UEFA-Cup-Endspiel gegen die Glasgow Rangers 2:0 gewonnen. Im Halbfinal-Rückspiel gegen die Bayern fehlte Arschawin - Zenit gelang dennoch eine 4:0-Gala.

Gegen die Spanier dürfte Roman Pawljutschenko von Spartak Moskau die einzige Spitze sein. Auch kein schlechtes Omen: In der Qualifikation hatte er im Alleingang noch für die Wende beim 2:1 über England gesorgt.

dpa

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