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Spanien im Viertelfinale - Aus für Griechenland

Salzburg - Titelverteidiger Griechenland ist mit Trainer Otto Rehhagel bei der Fußball-EM vorzeitig ausgeschieden. Die Hellenen unterlagen in ihrem zweiten Gruppenspiel Russland mit 0:1 (0:1).

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Den entscheidenden Treffer im Stadion Salzburg Wals-Siezenheim erzielte Konstantin Syrjanow in der 33. Minute. Für das bislang punkt- und torlose Griechenland hat die letzte Partie gegen Spanien keinen Wert mehr. Die Iberer sind nach ihrem 2:1-Sieg über Schweden nicht mehr einzuholen und stehen als Sieger der Gruppe D in der Runde der besten Acht.

Viel bot Griechenland auch gegen die Russen nicht. Im Gegenteil: Nach der Defensiv-Rohkost beim 0:2 gegen Schweden brachte der Sensations-Champion von 2004 auch gegen die Osteuropäer in der Offensive nichts Sättigendes zustande. Vier Tage nach dem von heftiger Medienschelte und interner Kritik begleiteten Angsthasen-Fußball gegen Schweden demonstrierten die Griechen, dass sie auch nach vorne spielen können, allerdings fehlte ihren Angriffen die Durchschlagskraft.

Coach Rehhagel hatte in der Abwehr auf eine Vierer-Kette umgestellt und setzte im Angriff auf die Flügelzange mit den Bundesliga-Legionären Angelos Charisteas und Ioannis Amanatidis. In der Mitte stürmte Nikolaos Liberopoulos für den formschwachen Leverkusener Theofanis Gekas. Doch Ideen für ein wirkungsvolles Offensivspiel entwickelten die Kicker aus Hellas auch in ihrem zweiten Turnierspiel zu selten.

Auch ohne ihr noch immer gesperrtes Sturm-As Andrej Arschawin wirkte das Angriffsspiel der Russen von Beginn an druckvoller und durchdachter. In der 14. Minute verpasste Roman Pawljutschenko, der trotz einer im Spanien-Spiel erlittenen Adduktorenverletzung stürmte, die frühe Führung. Einen Heber des Angreifers von Spartak Moskau lenkte Antonios Nikopolidis im griechischen Tor mit den Fingerspitzen über die Latte. Sechs Minuten später drohte dem russischen Gehäuse zum einzigen Mal vor der Pause Gefahr, als Charisteas eine Flanke verfehlte und Igor Semschow fast ein Eigentor fabriziert hätte.

Wirkungslos blieb in Salzburg vor 30 500 Zuschauern auch der Frankfurter Legionär Ioannis Amanatidis. Keine gute Figur machte der Angreifer zudem beim Gegentreffer: Während Torwart-Routinier Antonios Nikopolidis viel zu unentschlossen aus seinem Tor eilte, griff auch Amanatidis nicht ernsthaft ein. Die Folge: Sergej Semak legte mit einem schönen Rückzieher den Ball Torschütze Syrjanow auf. In der zweiten Hälfte erarbeiteten sich die Rehhagel-Schützlinge zwar ein paar Chancen, vergaben diese gegen immer wieder gefährliche Russen aber recht kläglich.

Besser spät als gar nicht - nach diesem Motto erzielte Spanien den entscheidenden Treffer beim 2:1 über Schweden. Vier Tage nach der 4:1-Demonstration gegen Russland mit drei Toren von David Villa war der Goalgetter erneut zur Stelle, allerdings erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Vor 30 772 Zuschauern im ausverkauften Stadion Tivoli hatte Fernando Torres früh das 1:0 (15. Minute) für die Spanier markiert, Schwedens Goalgetter Zlatan Ibrahimovic in der 34. Minute ausgeglichen.

Die seit nunmehr 18 spielen ungeschlagenen Iberer starteten mit derselben Elf in die Partie, die Russland vorgeführt hatte. Von Villa war bis zu seinem Treffer nichts zu sehen. Insgesamt agierten die Südeuropäer selbstbewusst und souverän, jedoch keineswegs überheblich. Zu groß die Gefahr, die jederzeit von den Skandinaviern ausging.

Wie aus Schweden-Sicht befürchtet, blieb Ibrahimovic, der auch beim 2:0-Erfolg über Griechenland getroffen, aber nicht durchgespielt hatte, nach der Pause auf der Bank. «Es ist klar, dass wir mit der Auswechslung von Ibrahimovic enorm an Durchschlagskraft verloren haben», meinte Lagerbäck. Für den Schweden-Star kam Bremens Markus Rosenberg. Spaniens Coach Luis Aragonés versuchte, das Offensivspiel seiner Elf zu beleben, brachte Cesc Fabregas für Xavi Hernandez.

Nach einer guten Stunde schien es sich bezahlt zu machen. Wenn nicht Schweden-Keeper Andreas Isaksson zuerst gegen Silva und dann gegen Villa pariert und Torschütze Torres nicht aus bester Position daneben geschossen hätte. Für die wieder aufbegehrenden Spanier in einer von Taktik geprägten zweiten Hälfte scheiterte auch Marcos Senna (68.) am «Drei-Kronen-Keeper». Die Schweden kamen nur zu einer Chance: Henrik Larsson verpasste elf Minuten vor Ende aber den Ball. Villa machte es besser und die Fiesta perfekt.

Die Spanier haben damit sechs Punkte aus zwei Spielen, Tabellenzweiter ist vor dem Gruppenfinale Schweden mit drei Zählern vor den punktgleichen Russen. Griechenland ist Letzter mit null Punkten und 0:3 Toren.

dpa

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