Dienstag, 17. Juni 2008 / 13:55 Uhr
Ascona - Bei der Rückkehr ins EM-Stammquartier in Ascona hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft immer noch eine grenzenlose Erleichterung über den entgangenen Turnier-K.o verspürt.
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«Es war eine enorme Drucksituation. Die Mannschaft hat sich zu 100 Prozent dem Teamgedanken verschrieben», kommentierte Bundestrainer Joachim Löw nach dem nervenaufreibenden 1:0-Sieg von Wien gegen Österreich, mit dem sich das DFB-Team ins EM-Viertelfinale rettete. «Wir sind sehr stolz auf die Mannschaft», ergänzte Löw-Assistent Hansi Flick. Kapitän Michael Ballack hatte mit einem fulminanten Freistoß-Tor Deutschland erlöst und vor einer erneuten Schmach wie 1978 in Cordoba bewahrt.
Das DFB-Team trifft nun in der Runde der letzten Acht am Donnerstag in Basel auf Portugal. Ob dabei Cheftrainer Löw die Mannschaft coachen darf will die UEFA am Mittwoch entscheiden. Der Bundestrainer war wie sein österreichischer Kollege Josef Hickersberger vom spanischen Schiedsrichter Mejuto Gonzales kurz vor der Pause auf die Tribüne verwiesen worden, weil er sich angeblich mehrfach in der Coaching-Zone nicht an die UEFA-Regeln gehalten und gegen die Anweisung des vierten Referees verstoßen habe.
Torschütze Ballack sieht trotz der wenig berauschenden Leistung gegen den ausgeschiedenen EM-Mitgastgeber Österreich für die deutsche Nationalmannschaft gute Chancen, nun auch ins Halbfinale vorzustoßen. «Wichtig war, dass wir das Spiel gewinnen konnten und gezeigt haben, dass wir ins Viertelfinale gehören, auch wenn wir hier noch nicht so überzeugt haben. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass die Mannschaft einen Schub bekommen und schon gegen Portugal spielerisch eine bessere Leistung bringen wird.» Auch Löw weiß, dass man in der Neuauflage des kleinen WM-Finales von 2006 besser spielen muss: «Es ist klar, dass wir uns im Viertelfinale enorm steigern müssen.»
Österreichs Assistenztrainer Andreas Herzog muss nach seiner massiven Schelte an Schiedsrichter Gonzalez keine Strafe durch die UEFA befürchten. Die Disziplinarkommission des Kontinentalverbandes befasse sich derzeit nicht mit den Äußerungen des Ex-Profis, teilte UEFA-Sprecher William Gaillard mit. Herzog hatte in der offiziellen Pressekonferenz nach dem EM-Gruppenspiel gegen Deutschland (0:1) die Hinausstellung der Trainer Josef Hickersberger und Joachim Löw scharf kritisiert.
«Der Schiedsrichter wollte sich in Szene setzen. Er sollte seinen Job machen und sich nicht wichtig machen. Das war ein Selbstdarsteller», sagte Herzog. Der frühere Bundesliga-Spieler von Werder Bremen und Bayern München bezeichnete die Entscheidung des Unparteiischen als «völlig überzogen.» Der Spanier habe mit seiner Entscheidung «ein Spiel, das zuvor ganz normal war, komisch gemacht».
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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