Donnerstag, 26. Juni 2008 / 13:21 Uhr
Hamburg - Die Fußball-Bundesliga fühlt sich beim Saison-Höhepunkt gut vertreten und sieht in der EURO 2008 eine erstklassige PR-Veranstaltung.
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«Der Fußball hat an Attraktion gewonnen und ist bei dieser EM auf sehr hohem Niveau und hoher Qualität. Das beweist, dass die Nationalmannschaften ein hohes Niveau haben», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa unter führenden Club-Vertretern der Elite-Liga. Der Fußball habe in puncto Schnelligkeit, Attraktivität und Klasse ein Niveau erreicht, «wie es in der Vergangenheit, auch in den 70er Jahren, nicht der Fall war», urteilte Rummenigge. Und ergänzte: «Die Entwicklung ist dramatisch positiv.»
Nicht nur mit der deutschen Nationalmannschaft gab es starke Auftritte von Bundesligaspielern.
Dank der Erfolge der ins Endspiel eingezogenen DFB-Auswahl und der starken Auftritte vieler Fußball-Gastarbeiter wie des Bremer Kroaten Ivan Klasnic oder des erst im Halbfinale gestoppten Münchner Türken Hamit Altintop erwartet nicht nur Rummenigge einen Image-Gewinn für die deutsche Eliteklasse. «Die Bundesliga-Spieler haben positiv auf sich aufmerksam gemacht. Unsere drei Niederländer haben eine starke Achse in ihrer Nationalmannschaft gebildet, die Bundesliga und den HSV gut repräsentiert», lobte Sportchef Dietmar Beiersdorfer vom Hamburger SV sein Oranje-Trio van der Vaart/de Jong/Mathijsen. «Die Bundesliga muss sich im internationalen Vergleich nicht verstecken.»
«Die EM macht Lust auf die kommende Bundesliga-Saison», sagte Manager Dieter Hoeneß beim Trainingsauftakt seines Clubs Hertha BSC. «Es tut dem Image der Liga gut, dass das deutsche Team gut spielt. Und auch die Legionäre spielen eine gute Rolle: Altintop war überragend und der beste Spieler der Türkei.» Während Rummenigge erwartet, dass «wie bei jeder WM oder EM Trends gesetzt werden, die mit einer gewissen Zeitverzögerung den Club-Fußball beeinflussen werden», strich DFB-Chef Theo Zwanziger die positive Wechselwirkung heraus und dankte der Liga für ihre Unterstützung: «Ein Kompliment auch an unsere Clubs, was sie mit für den Erfolg getan haben.»
Während keine nennenswerten taktischen Neuerungen ausgemacht wurden, sei bei der EM umso deutlicher geworden, dass der Fußball an Dynamik und Schnelligkeit weiter zugenommen hat. «Die Mannschaften spielen meistens Offensiv-Fußball mit hohem Tempo, an dem sich die Bundesliga orientieren kann», betonte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser von Bayer Leverkusen. «Das Spiel wird immer schneller», pflichtete ihm Michael Zorc bei. Nachdem bei der WM 2006 «Italien mit einem eher langweiligen Spiel Weltmeister geworden ist», sei nun «entscheidend, ob das offensive Spiel auch mit dem Titel belohnt wird. Diese Tendenz ist aber erkennbar», meinte Borussia Dortmunds Sportmanager weiter.
Der schon seit dem «Sommermärchen» bei der Heim-WM vor zwei Jahren festgestellte Trend, dass es einfacher geworden ist, Klasse-Spieler wie den Franzosen Franck Ribéry oder Italiener wie Luca Toni & Co. aus internationalen Top-Ligen nach Deutschland zu holen, könnte sich laut Zorc verstärken und die Liga noch attraktiver machen. «Das wäre früher undenkbar gewesen. Jetzt muss man sehen, ob Deutschland den Titel gewinnen kann. Das wäre noch mal eine enorme Aufwertung.»
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Beni Turnher: Der Rasen sieht alt und gebraucht aus, irgendwie erinnert er mich an die Kleider der Kelly Family.
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