Donnerstag, 26. Juni 2008 / 13:58 Uhr
Innsbruck - Österreichs Fußball-Provokateur Michael Kriess hat wieder zugeschlagen und will per Gerichtsbeschluss den EM-Pokal beschlagnahmen lassen.
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Der Tiroler reichte wenige Tage vor dem EM-Endspiel eine Klage gegen die UEFA beim Handelsgericht in Wien über eine angeblich ausstehende Zahlung von 58 980 Euro ein. Laut Kriess habe die Europäische Fußball-Union bestehende Verträge nicht eingehalten.
«Ich hatte Verträge als Stadionmoderator für Innsbruck und Klagenfurt mit der UEFA und der Schweizer-Produktionsfirma Faro-TV, die mit der UEFA zusammenarbeitet», sagte Kriess der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zwei Tage vor Turnierbeginn seien diese einseitig gekündigt worden, wodurch ihm ein Verdienstausfall und Imageschaden entstanden sei.
Kriess, dessen Vater Werner in den 70er Jahren 15 Mal für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft gespielt hatte, verlangt «zur Sicherheit die Beschlagnahme des EURO-Pokals.» Der Materialwert der Trophäe beträgt 15 400 Euro - rund ein Viertel der Klagesumme.
Kriess hatte bereits im Herbst 2007 für Aufsehen gesorgt, als er nach dürftigen Leistungen der Österreich-Elf die Initiative «Österreich zeigt Rückgrat» gestartet hatte. Demnach sollte der Gastgeber auf eine EM-Teilnahme verzichten. Auf der Homepage der skurrilen und in Österreich heftig kritisierten Fußball-Aktion, die Kriess später selbst als ironische Handlung bezeichnete, war ein von einem Ball getroffener österreichischer Bundesadler zu sehen. Deshalb wurde Kriess zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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