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Blatter hält an WM 2010 in Südafrika fest

Wien - FIFA-Präsident Joseph Blatter hält grundsätzlich an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika fest, hat aber erneut Sicherheits- und infrastrukturelle Probleme eingeräumt.

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Der Confed-Cup 2009 gilt laut Blatter als ultimative WM-Generalprobe. Wenn der Testlauf nicht funktioniere, wäre das spätestens der Zeitpunkt, alternative Lösungen ins Spiel zu bringen. «Im Moment müsste schon ein Erdbeben passieren, damit die WM nicht in Südafrika stattfinden kann. Aber ich wäre ein fahrlässiger FIFA-Chef, wenn nicht ein Plan B in der Schublade wäre», sagte Blatter in der «Pressestunde» des österreichischen TV-Senders «ORF 2».

FIFA-Präsident

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Sepp Blatter hält an der WM 2010 in Südafrika fest.

«Die WM ist eine logistische Herausforderung. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Südafrika will der Welt zeigen, dass man es kann», sagte der Schweizer. Trotz der weltweiten Bedenken zeigte er sich zuversichtlich, dass Südafrika die WM in zwei Jahren ausrichten werde. Auf die Frage, wann spätestens der Zeitpunkt gekommen sei, die WM in ein anderes Land zu vergeben, falls es doch nicht funktioniere, sagte Blatter: «Nach dem Confed-Cup würde das sein.»

Jüngste Gespräche mit Gewerkschaften in Südafrika hätten dazu geführt, dass die Arbeiten an den Stadien und der gesamten Infrastruktur nun gut voranschreiten würden. «Da wird mächtig gebaut. In zwei Jahren spielen wir in den neuen Arenen. Sie werden rechtzeitig fertig sein», meinte Blatter. Für die Sicherheit im Land mit der sehr hohen Kriminalitätsrate müssten die politisch Verantwortlichen und die Behörden sorgen. «Die Sicherheit ist Angelegenheit des Staates. Das kann keine Sportorganisation machen. Und in Südafrika müssen wir die Standards noch einmal höher setzen als zum Beispiel hier bei der EM in Österreich und der Schweiz», sagte Blatter, Ehrengast beim EM-Finale zwischen Deutschland und Spanien.

Der Chef des Fußball-Weltverbandes kritisierte scharf die Vereine und europäischen Ligen für die zunehmende Kommerzialisierung, das Transfergebaren der großen Clubs und verteidigte die FIFA-Pläne zur sogenannten 6+5-Regel. «Die großen Vereine bilden doch kaum noch eigene Spieler aus. Man kauft lieber 12, 13-jährige Spieler. Das ist Handel mit Kindern. Das ist moderne Sklaverei», empörte sich Blatter, der seinen Kampf zum «Schutz der Jugend» fortsetzen will. «Der Fußball ist ein Monster geworden. Wir müssen ihn regulieren.»

Daher sei die Einführung der 6+5-Regel ein besonderes Anliegen, das trotz Bedenken der EU umgesetzt werden müsse. Alle Beteiligten sollten eine einvernehmliche und gemeinsame Lösung im Sinne der jungen Spieler und zum Schutz der Talente finden. «Wir reden mit allen politischen Behörden in Europa. Auch die Politik glaubt inzwischen, dass es möglich ist, eine Regelung zu finden.» Wenn die Regeln in einigen Jahren greifen würden, führe dies auch zu einer «Entkommerzialisierung». Viele Clubs in Europa seien wegen der hohen Ablösesummen und immensen Spieler-Gehälter «total überschuldet.»

Ausdrücklich lobte Blatter das österreichische System, das den Einsatz heimischer Spieler in den Vereinen finanziell honoriert. «Es geht darum, die Talente im Land zu fördern und zu motivieren, damit sie irgendwann den Sprung in die 1. Mannschaft schaffen.»

dpa

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