Sonntag, 29. Juni 2008 / 13:00 Uhr
Stuttgart - Die EM-Nachwehen und Wechselspiele drohen die Saisonvorbereitung des VfB Stuttgart zu belasten. «Eine Zielsetzung kann ich erst sagen, wenn ich weiß, wer alles da ist und wer weg geht», sagte Trainer Armin Veh beim Trainingsstart des Bundesligisten leicht genervt.
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Acht Nationalspieler, darunter sechs Europameisterschafts-Teilnehmer, werden Veh in der Vorbereitung zum Teil wochenlang fehlen. Hinzu kommen Personal-Debatten, die der Coach mit der Forderung nach weiteren Neuzugängen zusätzlich anheizte.
Schon in drei Wochen wartet das erste Pflichtspiel auf den Bundesliga-Sechsten der Vorsaison, der dann durch die Hintertür UI-Cup doch noch ins europäische Geschäft vorstoßen will. Gegner wird entweder der russische Vertreter Saturn Ramenskoje oder Etzella Ettelbruck aus Luxemburg sein. Doch Veh hat vorerst andere Sorgen. «Man muss halt improvisieren», sagte der 47-Jährige mit Blick auf die Lücken in seinem Kader beim Trainingsstart.
Die deutschen EM-Finalisten Jens Lehmann, Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez werden erst nach dem ersten UI-Cup-Spiel ihren Dienst beim VfB antreten. Auch die EM-Fahrer Ludovic Magnin (Schweiz), Ciprian Marica (Rumänien) und Fernando Meira (Portugal) haben vorläufig noch frei. Zudem durften die Nationalspieler Arthur Boka (Elfenbeinküste) und Ricardo Osorio (Mexiko) ihren Urlaub um eine Woche verlängern. So konnte Veh das erste Trainingslager in Donaueschingen nur mit einem Rumpfkader beziehen.
Ohnehin sieht der Meistertrainer von 2007 noch personellen Nachholbedarf. «Wir müssen natürlich noch etwas tun», sagte Veh. In den Mittelfeldspielern Jan Simak (zuletzt Carl Zeiss Jena) und Martin Lanig (SpVgg Greuther Fürth) nahmen zwei Neuzugänge ihre Arbeit auf, Nationaltorwart Lehmann ist als neue Führungsfigur eingeplant. Doch der Coach wünscht sich zumindest noch einen weiteren Innenverteidiger und einen vielseitigen Mittelfeldspieler.
Im Gegenzug würde der VfB Spieler wie Marica, Alexander Farnerud oder den vom VfL Wolfsburg zurückgekehrten Danijel Ljuboja wohl gern ziehen lassen. Auch Kapitän Fernando Meira kokettiert wieder einmal mit einem Wechsel. Als Neuzugänge wurden zuletzt der Nürnberger Robert Vittek und sogar der Berliner Arne Friedrich gehandelt. Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass das Theater um den angeblich heftig umworbenen Nationalstürmer Gomez neu beginnt. Veh indes erklärt zumindest diese Baustelle für geschlossen. «Das war für mich nie ein Thema. Der bleibt bei uns», sagte er.
dpa
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