Montag, 30. Juni 2008 / 14:15 Uhr
Wien - Die deutschen Fußball-Nationalspieler dürfen sich nach dem verpassten Europameisterschaftstitel wenigstens über ein finanzielles Trostpflaster freuen.
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Trotz der 0:1-Final-Niederlage gegen Spanien bekommen Michael Ballack & Co. mit jeweils 150 000 Euro pro Spieler die höchste Prämie, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jemals an seine Spieler ausgeschüttet hat. Aber auch der DFB selbst machte bei der Europameisterschaft groß Kasse. Mit 19 Millionen Euro nahm der Verband so viel Geld wie nie zuvor bei einem Turnier ein und verbuchte trotz eines üppigen EM-Etats noch einen Gewinn von rund 2 Millionen.
Die UEFA hatte bei der EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz an die 16 teilnehmenden Nationen ein Rekord-Preisgeld von insgesamt 184 Millionen Euro ausbezahlt. Am meisten verdiente der spanische Verband, der auf die höchstmögliche Summe von 23 Millionen Euro kam. Die spanischen Spieler sollen 214 000 Euro pro Mann für den Titel erhalten haben.
Bereits für die erfolgreiche EM-Qualifikation hatten die deutschen Nationalspieler gut verdient. Je nach Anzahl der Einsätze hatte der DFB ihnen bis zu 150 000 Euro überwiesen. Nun durften sie sich die Geldbörsen noch einmal mit einem ordentlichen Urlaubsgeld vollmachen. «Es sind Unterhaltungskünstler, 80 Millionen Deutsche können das nicht. Was Jauch und Gottschalk können, kann auch nicht jeder», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger und zahlte gerne die 3,45 Millionen Euro an seine «Showmaster».
Die bis zu dieser Europameisterschaft höchste ausgezahlte Summe hatten die DFB-Kicker für das Halbfinale bei der Heim-WM vor zwei Jahren bekommen: 100 000 Euro wurden nach dem Halbfinal-K.o. gegen Italien gezahlt.
Von Prämien wie die für die Profis um Kapitän Michael Ballack konnten Fritz Walter und seine Kameraden beim «Wunder von Bern» 1954 nur träumen. Neben dem Schwarz-Weiß-Fernseher und dem Koffer konnten sie noch je 2500 Mark und einen Motorroller mit nach Hause nehmen. 1974 kassierten die Spieler um Kapitän Franz Beckenbauer 70 000 D- Mark und durften danach einen VW-Käfer ihr Eigen nennen. Die 22 Weltmeister von 1990 wurden mit jeweils 125 000 Mark belohnt. Beim letzten Europameisterschafts-Erfolg 1996 hatte der Verband 100 000 Mark pro Mann ausgelobt.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Harald Schmidt: Auch in Saudi-Arabien wird Fußball gespielt. Die Königsdisziplin dort heißt Köpfen.
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